Die Hongkonger Finanzaufsichtsbehörde HKMA hat Investoren vor Yuan-Stablecoins gewarnt, die ohne Lizenz ausgegeben werden. Laut der Behörde wurde noch keine einzige Lizenz unter der neuen Stablecoin-Verordnung erteilt, einem Gesetz, das kürzlich verabschiedet wurde.

Keine offizielle Genehmigung für Yuan-Stablecoins

Einem Bericht der South China Morning Post zufolge betonte die Hong Kong Monetary Authority (HKMA), dass Investoren bei Stablecoins, die an den chinesischen Yuan gebunden sind, vorsichtig sein sollten. In einer Erklärung über die chinesische Social-Media-Plattform WeChat wies die Aufsichtsbehörde Meldungen in sozialen Medien zurück, die behaupteten, es sei bereits ein Stablecoin genehmigt worden.

Die Warnung erfolgte kurz nach der Einführung von AxCNH, einem Offshore-Stablecoin des in Hongkong ansässigen Unternehmens AnchorX. Diese Währung ist an den Yuan gebunden und zielt auf grenzüberschreitende Zahlungen ab. AnchorX behauptet, über eine Lizenz der Astana Financial Services Authority in Kasachstan zu verfügen, doch die HKMA betont, dass in Hongkong selbst noch keine Lizenz erteilt wurde.

Die Behörde hatte zuvor angegeben, dass es unwahrscheinlich ist, dass in diesem Jahr noch eine Lizenz für Stablecoin-Herausgeber erteilt wird.

Großes Interesse von chinesischen Staatsunternehmen

Trotz des Fehlens einer offiziellen Genehmigung ist das Interesse an Yuan-Stablecoins groß. Laut lokalen Medien haben bereits 77 Institutionen eine Registrierung beantragt, darunter chinesische Staatsunternehmen wie die China National Petroleum Corporation und die Bank of China. PetroChina möchte beispielsweise Stablecoins für Zahlungen im Öl- und Gasexport nutzen.

Das gestiegene Interesse hat zu mehr Aktivitäten rund um digitale Vermögenswerte in Hongkong geführt. Verschiedene börsennotierte Unternehmen verzeichneten einen Anstieg ihrer Aktienkurse nach Ankündigungen, dass sie Stablecoin-Projekte starten wollen. Es gibt auch mehrere Initiativen zur Tokenisierung von realen Vermögenswerten (RWA) in Entwicklung.

Der starke Zustrom blieb auch in China selbst nicht unbemerkt. Berichten zufolge hat die China Securities Regulatory Commission (CSRC) lokale Broker angewiesen, ihre Offshore-Tokenisierungsaktivitäten einzustellen. Zudem berichtete die Hong Kong Securities and Futures Commission von einem Anstieg in Betrugsfällen im Zusammenhang mit digitalen Vermögenswerten seit der Einführung der Stablecoin-Verordnung.

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