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Es ist der letzte Tag im Oktober – Halloween. Bei Newsbit blicken wir deshalb auf fünf schaurige Geschichten aus der Krypto-Welt zurück, bei denen man fast meinen könnte, sie seien erfunden.
Vielleicht eines der bekanntesten Krypto-Events ist die Geschichte von James Howells aus dem britischen Newport. 2009 begann er, Bitcoin (BTC) zu minen. Mit einem einfachen Computer schürfte er damals 8.000 BTC – zu einer Zeit, als Bitcoin noch nahezu wertlos war.
Doch 2013 beging er einen irreparablen Fehler. Bei einer Aufräumaktion landete die Festplatte mit seinem Private Key versehentlich auf der Deponie. Laut Howells hatte er die falsche Festplatte in einen Müllsack gesteckt, den seine damalige Freundin anschließend zur Deponie brachte. Jahrelang versuchte er, die lokalen Behörden zu überzeugen, ihn dort graben zu lassen – vergeblich. Im vergangenen August, erst zwölf Jahre später, gab er den Kampf offiziell auf. Diese 8.000 Bitcoin wären heute 768 Millionen Euro wert.
Ein weiteres, relativ aktuelles Horrorszenario in der Krypto-Welt spielte sich in Südkorea ab. Dort geriet eine Anhörung zu großangelegtem Bitcoin-Betrug völlig außer Kontrolle. Während des Gerichtsverfahrens gegen Haru Invest wurde CEO Lee Hyung-soo von einem wütenden Anleger angegriffen. Der 51-Jährige, bekannt als Kang, hatte zuvor 100 BTC über die betrügerische Plattform verloren und stach dem CEO mehrfach in den Hals.
Das Opfer überlebte den Angriff, doch der Fall erschütterte das ganze Land. Haru Invest lockte zwischen 2020 und 2023 Tausende Anleger mit Renditeversprechen von bis zu 16 Prozent. In Wahrheit steckte das Unternehmen seit Jahren tief in den roten Zahlen. Kang droht nun eine zehnjährige Haftstrafe.
Das Rätsel um das Verschwinden von John Forsyth, einem US-Arzt und Bitcoin-Millionär, fand 2023 ein tragisches Ende. Forsyth wurde tot in einem See in Arkansas entdeckt, nachdem er wenige Tage zuvor spurlos verschwunden war.
Der Gründer von Onfocoin war nicht nur in der Medizin bekannt, sondern auch in der Krypto-Szene. Laut Familie und Polizei war er zuvor bereits Ziel eines Entführungsversuchs gewesen – möglicherweise wegen seines großen digitalen Vermögens. Forsyth war erst 49 Jahre alt und hatte kurz vor seinem Verschwinden seiner Verlobten noch einen Heiratsantrag gemacht.
Sein Tod zeigt, dass Krypto-Reichtum auch Risiken birgt. Wenn Menschen wissen, dass man viel Geld hat, kann das gefährlich werden. Wer investiert, fährt daher gut damit, unter dem Radar zu bleiben.
Auch im Vereinigten Königreich schlug das Schicksal Anfang dieses Jahres zu. Wie bei Howells begann es bei der 34-jährigen Ellie Hart mit einem scheinbar harmlosen Aufräumen. Sie warf jedoch versehentlich einen USB-Stick weg, der seit Langem in einer Krimskrams-Schublade Staub angesetzt hatte. Erst später bemerkte sie, dass der Stick das gesamte digitale Sparguthaben von ihr und ihrem Partner enthielt: rund drei Millionen Pfund, was etwa 3,41 Millionen Euro entspricht.
Der Verlust führte zu großer Panik und schlaflosen Nächten. Auch ihre Beziehung geriet massiv unter Druck. Der Vorfall unterstreicht, wie entscheidend die eigene, sichere Verwahrung in Krypto ist: Ohne Backups und sichere Aufbewahrung kann ein einziger Fehler alles kosten.
In der Krypto-Welt verschwinden nicht nur riesige Summen, auch zahllose Projekte geraten in Vergessenheit. Laut Zahlen, die CoinGecko im Mai veröffentlichte, sind seit 2021 ganze 52,7 Prozent aller Krypto-Projekte inzwischen ‚tot‘. Allein 2025 waren es 1,8 Millionen Projekte – fast die Hälfte aller je gestorbenen Kryptos. Dieser Massenexodus hängt mit der Explosion der Memecoins Ende 2024 und Anfang 2025 zusammen. Millionen Token wurden über Plattformen wie Pump.fun lanciert, von denen ein Großteil binnen weniger Tage wertlos wurde.
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