Diese Woche steht für Bitcoin im Zeichen der amerikanischen Wirtschaft, wofür wir unter anderem einige wichtige Arbeitsmarktberichte erhalten. Gestern kam in Form des JOLTS-Berichts der erste herein, und dieser zeigte einen starken Rückgang der Anzahl offener Stellen.
Dies deutet theoretisch auf eine schwächere Wirtschaft hin und macht den Markt optimistischer bezüglich schneller Zinssenkungen.
Bitcoin ist unterbewertet
Bei Fidelity Digital Assets sind sie mittlerweile optimistisch über Bitcoin. Der Fonds, der weltweit Billionen von Dollar an Vermögen für Investoren verwaltet, stellt fest, dass Bitcoin derzeit unterbewertet ist.
Als Beweis dafür diskutiert Fidelity den „Bitcoin Yardstick-Indikator“, der den Marktwert von Bitcoin durch die Hashrate, die gesamte Menge an Rechenleistung im Netzwerk, teilt.
Je niedriger das Verhältnis, desto günstiger ist das Netzwerk im Verhältnis zum Grad der Sicherheit, Rechenleistung und Energie.
Im Q1 2025 blieb das Verhältnis zwischen -1 und 3 Standardabweichungen, womit der Indikator sich abgekühlt hat im Vergleich zu den Niveaus von Q4 2024; eine Periode, in der der Bitcoin Yardstick Anzeichen von Überhitzung zeigte.

Dies deutet darauf hin, dass Bitcoin weniger teuer ist im Verhältnis zur Stärke des Netzwerks.
Weiterhin befindet sich Bitcoin laut Fidelity in einer „Beschleunigungsphase“, in der Anstiege zu neuen Höchstständen nicht ungewöhnlich sind. Sie sehen bei Fidelity also Möglichkeiten für ein neues Allzeithoch in der kommenden Zeit.

Weiterhin sahen wir den Anteil des Bitcoin-Angebots, der derzeit nicht liquide ist, steigen. Das zeigt, dass mehr Bitcoin in die Hände von Personen ohne Verkaufshistorie gelangt sind, und somit, dass weniger auf dem Markt verfügbar sind.
Bitcoin erhält Hilfe von der amerikanischen Wirtschaft
Weiterhin erhielt Bitcoin also Hilfe von der amerikanischen Wirtschaft in Form des JOLTS-Berichts.
Die Anzahl offener Stellen in den Vereinigten Staaten fiel im März auf 7,19 Millionen, während es im Februar noch 7,57 Millionen waren. Und damit fiel dieser Datenpunkt auch weit unter die 7,48 Millionen, mit denen die Analysten rechneten.
Eine niedriger als erwartete JOLTS-Zahl deutet auf einen abkühlenden Arbeitsmarkt hin, und das erhöht die Erwartungen an die Anzahl der Zinssenkungen der US-Zentralbank, was den Dollar etwas schwächt und grundsätzlich eine positive Wirkung auf Risikoanlagen wie Bitcoin haben sollte.
Es sei denn, es hängt natürlich eine schwere Rezession über dem Markt, dann wird auch Bitcoin zunächst starke Einbußen erleiden.
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