Die US-Notenbank, besser bekannt als Federal Reserve, ist eines der wichtigsten (unabhängigen) Regierungsorgane. Sie ist dafür verantwortlich, wirtschaftliche Entwicklungen zu steuern und im Gleichgewicht zu halten.
Zum 1. Dezember wird sie eine wichtige Änderung vornehmen, die erhebliche Folgen für die Zukunft von Bitcoin (BTC) und Crypto haben könnte.
Federal Reserve beendet „quantitative tightening“
Um ihren Auftrag zu erfüllen, nutzt die Federal Reserve verschiedene Strategien, darunter quantitative Lockerung und quantitative Straffung (QT). Letzteres hat die Notenbank in den vergangenen Jahren betrieben.
Es handelt sich dabei um einen Prozess, bei dem die Zentralbank keine neuen Anleihen kauft und auch auslaufende Staatsanleihen nicht ersetzt. Die Folge ist, dass nach und nach Geld aus dem Wirtschaftssystem abfließt, wodurch Inflation und Wirtschaftswachstum gebremst werden. Damit steht auch weniger Kapital für Anlagen zur Verfügung – zum Nachteil insbesondere riskanter Anlageklassen wie Kryptowährungen.
Nach Jahren der „tightening“ hat die Notenbank nun beschlossen, diese Vorgehensweise zum 1. Dezember zu beenden. Ihrer Einschätzung nach wurden die Ziele erreicht und der Prozess darf nicht zu weit getrieben werden. So ist die Liquidität an den Finanzmärkten deutlich zurückgegangen, wodurch etwa auch die Reserven der Geschäftsbanken geschrumpft sind.
Etwas Ähnliches geschah 2019, als die Reserven so stark zurückgingen, dass es zu Liquiditätsproblemen am Markt kam. Mit dem rechtzeitigen Stopp hofft die Fed, eine Wiederholung dieses Szenarios zu verhindern. Niemand möchte Panik oder unnötigen Druck auf die Märkte auslösen.
Positive Weichenstellung für Kryptowährungen
Doch was bedeutet dieser Beschluss nun für die Kryptobranche? Ein Blick in die Vergangenheit zeigt: Die letzten beiden Bärenmärkte setzten genau dann ein, als die Notenbank begann, die quantitative Straffung umzusetzen und die Zinsen anzuheben.
Da die Fed nun jedoch mit QT aufhört und die Zinsen senkt, könnte man annehmen, dass dies der Kryptomarkt stützen dürfte. Ein interessanter Gedanke, zumal ein großer Teil der Krypto-Community davon ausgeht, dass der Bärenmarkt gemäß dem Vierjahreszyklus von Bitcoin bereits eingesetzt hat.
Auf der Social-Media-Plattform X findet sich dazu auch eine interessante Analyse des Krypto-Analysten Matthew Hyland. Er erkennt einen klaren Zusammenhang zwischen der Bilanz der Notenbank und der Entwicklung von Altcoins im Vergleich zu Bitcoin.
Seiner Ansicht nach könnte die nun eingeleitete Kurskorrektur der Fed schon bald eine mehrjährige Hausse für Altcoins auslösen. Das Ende dieses Aufwärtstrends wäre demnach erst zu erwarten, wenn die Fed erneut mit QT beginnt – was sich bequem noch einige Jahre hinziehen könnte. Kurz gesagt: Die Änderung zum 1. Dezember ist ein Faktor, den man im Auge behalten sollte. Möglicherweise könnte sie sich äußerst positiv auf den Altcoin-Markt auswirken.
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