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Der Goldpreis hat heute ein neues Rekordniveau erreicht, angetrieben durch die zunehmenden Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und China. Obwohl Washington kürzlich die Zölle für andere Handelspartner vorübergehend aufgeschoben hat, erhielt China gerade eine erhebliche Erhöhung.
Darauf hat China wieder reagiert und diese Eskalation sorgt für Unruhe auf den Märkten, was Investoren zum Gold treibt. Gleichzeitig verliert der Dollar an Stärke, was Edelmetallen zusätzlichen Auftrieb gibt.
Gold ist seit Anfang 2025 um mehr als 18% gestiegen, und das, obwohl das Jahr noch nicht zur Hälfte vorbei ist. Der Anstieg ist nicht nur auf die scharfe Rhetorik zwischen Washington und Peking zurückzuführen, sondern auch auf strukturelle Faktoren wie die Erwartung, dass der US-Zinssatz dieses Jahr doch noch fallen wird.
Gold Spotpreis, 5-Minuten-Chart – Quelle: TradingView
„Wenn das Wirtschaftswachstum nachlässt, wie wir erwarten, müssen die Zinsen letztendlich wieder sinken,“ sagte Edward Meir von Marex. „Das gibt Gold erneut Rückenwind, besonders da die Inflation vorerst nicht verschwinden wird.“
Am Mittwoch gab Trump bekannt, dass die Zölle auf chinesische Produkte von 104% auf 125% erhöht werden. Ein beispielloser Schritt, der das ohnehin fragile Handelsklima weiter belastet. Für andere Länder gilt eine vorübergehende Pause, aber der Ton ist gesetzt: Der amerikanische Präsident spielt weiterhin hart.
Investoren kümmern sich wenig darum und setzen voll auf Gold. Spot-Gold steht zum Zeitpunkt des Schreibens bei $3,229 pro Unze, ein Anstieg von 1,6%.
Nicht nur private Investoren flüchten zu Gold. Auch Zentralbanken weltweit kaufen kräftig dazu, was die Nachfrage weiter antreibt. Zudem fließen immer mehr Investitionen in Gold-ETFs, was zusätzlichen Druck auf das Angebot ausübt. Alles deutet darauf hin, dass Gold seine Rolle als sicherer Hafen vorerst nicht verlieren wird.
Silber notierte leicht höher bei $31,08, ein Plus von 0,2%. Platin fiel um 0,5% auf $932,81, während Palladium 1,2% einbüßte und auf $922,72 fiel.
Mit steigenden Goldpreisen, einem schwächelnden Dollar und geopolitischen Spannungen an mehreren Fronten scheint das Vertrauen in traditionelle Märkte weiter zu bröckeln. Ob dies der Beginn einer breiteren Flucht aus risikoreichen Anlagen ist, bleibt abzuwarten. Was jedoch auffällt: Gold steht mehr denn je im Rampenlicht.
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