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Der amerikanische Markt-Veteran Doug Casey schlägt Alarm. Seiner Meinung nach steht die Weltwirtschaft vor einem gigantischen Crash. 2026 werde das Jahr einer „massiven finanziellen Depression“, so Casey, und nur seltene Rohstoffe wie Gold und Silber könnten Anleger noch retten.

„AI-Hype gefährlich überbewertet“

In einem Interview mit David Lin am 5. Januar äußert sich Casey kritisch über die derzeitige Marktlage. Er beobachtet, dass fast alle Börsengewinne in die Hände einer kleinen Zahl von Tech- und AI-Aktien fallen, was ihn an die Internetblase Anfang dieses Jahrhunderts erinnert.

„AI wird sicherlich eine Rolle spielen“, sagt er. „Aber das Geld, das derzeit investiert wird, ist verfrüht und äußerst riskant.“ Daher investiert er defensiv und sieht mehr Potenzial in greifbaren Vermögenswerten wie Gold, Silber und einigen Rohstoffen.

Gold und Silber im Aufwind durch schwachen Dollar

Caseys Warnung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Edelmetalle stark an Wert gewinnen. Dennoch bleibt er vorsichtig: „Geradlinige Anstiege machen mich nervös.“ Anders ausgedrückt: Zu schnelle Zuwächse sind oft kein gutes Zeichen. Trotzdem hält er an seiner Strategie fest: „Die Welt ist so instabil, dass ich weiterhin physisches Silber kaufe.“

Laut Casey liegt die Ursache für die steigenden Preise bei der US-Regierung. Diese habe sich „in eine Ecke manövriert“, weshalb die Zentralbank keine andere Wahl habe, als jedes Jahr Billionen zu drucken.

Was ihm auffällt: Es gibt nur wenig Interesse der breiten Öffentlichkeit an Gold- und Silberaktien. Und genau das könnte laut ihm ein Hinweis darauf sein, dass die Rally noch lange nicht vorbei ist.

„USA scheinen das beste Pferd auf dem Weg zum Schlachthof“

Auch der Optimismus über die amerikanische Wirtschaft erscheint Casey fehl am Platz. Seiner Meinung nach sagen starke Wachstumszahlen wenig über das tägliche Leben der normalen Bevölkerung aus. „Es ist das bestaussehendste Pferd auf dem Weg zum Schlachthof“, meint er.

Seit langem vertraut er den offiziellen Zahlen nicht mehr und glaubt, dass sich viele Amerikaner reicher fühlen als sie sind. Seiner Ansicht nach kommt man heutzutage mit einem Jahreseinkommen von unter 140.000 Dollar kaum noch über die Runden. „Wenn man sich anschaut, was Dinge wirklich kosten, befindet man sich nah an der Armutsgrenze.“

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