Der Goldpreis setzt seinen Aufstieg diese Woche fort und scheint auf dem Weg zu einer beeindruckenden achten grünen Woche in Folge zu sein. Dieses anhaltende Wachstum wird hauptsächlich von geopolitischer Unsicherheit und einer steigenden Nachfrage nach sicheren Anlagen für Investoren getrieben. Der starke Kapitalzufluss in von Gold unterstützte Exchange-Traded Funds (ETFs) unterstreicht das wachsende Vertrauen in das Edelmetall, berichtet Bloomberg.
Trotz einer kurzen Atempause in den letzten Tagen verzeichnet Gold diese Woche immer noch einen Gewinn von fast 2 %. Sollte der Anstieg anhalten, würde dies die längste Gewinnserie seit 2020 bedeuten. Der Zufluss in Gold-ETFs hat stark zugenommen, mit einem Wachstum von mehr als 16 Tonnen diese Woche – der größte Zufluss seit Januar 2024.
Geopolitische Unsicherheit und Trump treiben den Goldpreis
Der steigende Goldpreis wird auch von geopolitischer Unruhe angetrieben, wobei insbesondere die jüngsten Aktionen von Präsident Donald Trump eine wichtige Rolle spielen. Die Märkte reagierten heftig auf Berichte, dass Trump erwägt, die amerikanische Unterstützung für die Ukraine zurückzuziehen und möglicherweise ein Abkommen mit Wladimir Putin zu schließen. Während das Ende des Krieges positiv erscheinen mag, sorgt die Unsicherheit über die reduzierte finanzielle Unterstützung für die Ukraine für Nervosität auf den Märkten.
Darüber hinaus nährt die Unberechenbarkeit von Trumps Politik die Nachfrage nach sicheren Vermögenswerten wie Gold. Seine früheren Handelsmaßnahmen und plötzliche geopolitische Kursänderungen haben bereits mehrfach zu Marktvolatilität und einem Flug in sichere Häfen geführt.
Starker Anstieg des Goldpreises und die Rolle des US-Dollars
Der Goldpreis ist im vergangenen Jahr um fast 50 % gestiegen, was hauptsächlich auf die erheblichen Käufe von Zentralbanken zurückzuführen ist. Auch der schwächere US-Dollar trägt zu diesem Anstieg bei. Der DXY-Index, der den Wert des Dollars im Vergleich zu anderen wichtigen Währungen misst, verzeichnet inzwischen den dritten Rückgang in Folge. Dadurch wird Gold für internationale Käufer attraktiver, was die aufwärts gerichtete Preisbewegung weiter verstärkt.
Analysten erwarten weiteren Anstieg des Goldpreises
Die große Frage ist, wie weit der Goldpreis noch steigen kann, insbesondere jetzt, wo der Kurs eine parabolische Bewegung macht. Goldman Sachs hat diese Woche sein Jahresendziel für Gold auf 3.100 $ pro Unze angehoben. Die Bank erwartet, dass die anhaltende Nachfrage von Zentralbanken eine wichtige treibende Kraft bleiben wird. Darüber hinaus wird auch die Unsicherheit über die Zinspolitik der Federal Reserve weiterhin Einfluss auf den Goldpreis nehmen.
Unterdessen wurden Spekulationen, dass die US-Regierung ihre Goldreserven neu bewerten könnte, diese Woche entkräftet. Finanzminister Scott Bessent erklärte, dass diese Idee von den Wirtschaftsberatern von Präsident Trump nicht ernsthaft in Erwägung gezogen wird. Damit wurde ein zuvor von Bloomberg verbreitetes Gerücht endgültig widerlegt.
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