Der US-amerikanische Gold-Bug Peter Schiff meldet sich erneut in der Debatte über digitale Währungen zu Wort. In einem jüngsten Gespräch mit einem einflussreichen Krypto-Podcaster erläuterte er, wie Bitcoin (BTC) seiner Ansicht nach wertlos werden kann.
Bitcoin ist ein riesiges ‚Pump-and-Dump‘
Schiff zufolge ist es nur eine Frage der Zeit, bis Bitcoin seinen gesamten Wert verliert. In dem Podcast erklärte er, er halte weiterhin an seinem Standpunkt fest, dass Bitcoin auf null Dollar fallen werde. Den Aufstieg der Digitalwährung führt er auf clevere Marketingstrategien und die Ausnutzung der „Leichtgläubigkeit der Öffentlichkeit“ zurück.
„Die ersten Investoren haben der Öffentlichkeit vorgespiegelt, Bitcoin sei die Zukunft, während sie gleichzeitig ihre Positionen an neue Käufer verkauften“, so Schiff. Er nennt den Token ein „gigantisches Pump-and-Dump“. Damit meint er, dass der Preis künstlich in die Höhe getrieben wird, woraufhin frühe Beteiligte Gewinne mitnehmen und Nachzügler auf den Verlusten sitzenbleiben.
BTC fällt gegenüber Gold zurück
Schiff weist darauf hin, dass der Preis von Bitcoin gegenüber Gold inzwischen um 30 Prozent gefallen ist. Dieses Verhältnis hat sich durch den beeindruckenden Aufschwung des Edelmetalls verschoben, das seit Beginn dieses Jahres um fast 80 Prozent auf ein neues Rekordhoch von 4.778 Dollar je Unze (rund 31 Gramm) gestiegen ist. Inzwischen ist Gold von diesem Hoch um etwa 14 Prozent zurückgegangen, was angesichts der außergewöhnlich starken Performance zu Jahresbeginn nicht überraschend ist.
Neben seiner vernichtenden Analyse von BTC warnt Schiff vor einer neuen Wirtschaftskrise, die seiner Ansicht nach noch gravierender ausfallen wird als die von 2008. Dieses Mal seien US-Staatsanleihen statt Subprime-Hypotheken die Quelle der Gefahr.
Er prognostiziert eine „massive Flucht aus Staatsanleihen“, bei der Anleger das Vertrauen in die US-Regierung verlieren. Das könnte eine Kettenreaktion auslösen, in der sowohl der Dollar als auch US-Staatsanleihen gemieden werden. Am Ende könnte das in einem deutlichen Einbruch des Dollars münden, während werthaltige Anlagen wie Gold an Wert gewinnen.
Schiff gegen Saylor
Peter Schiff ist seit 2013 ein ausgesprochener Kritiker von Bitcoin. Damals verglich er BTC mit der berüchtigten Tulpenmanie und nannte es „Tulpenmania 2.0, nicht Gold 2.0“. Zu jener Zeit lag der Bitcoin-Kurs bei rund 50 Dollar. Inzwischen hat die Digitalwährung ein Rekordhoch von 126.000 Dollar erreicht. An seiner Haltung hat Schiff im Laufe der Jahre dennoch nicht gerüttelt.
Schiffs Sicht steht im direkten Gegensatz zu der von Michael Saylor, dem Gründer von Strategy. Sein Unternehmen hält ganze 640.418 BTC, zum aktuellen Kurs mehr als 70 Milliarden Dollar. Saylor sieht Bitcoin als das ultimative Asset und ist fest entschlossen, seine Position weiter auszubauen.
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