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Der Goldpreis hat erneut einen Rekordwert erreicht. Anleger ziehen vermehrt Gelder aus Staatsanleihen und Währungen zurück, während der US-Dollar nach Äußerungen von Donald Trump weiter an Wert verliert.
Zunehmende geopolitische Spannungen und wachsende Zweifel an der Politik der US-Notenbank treiben die Nachfrage nach Gold weiter an.
Der Goldkurs stieg in der vergangenen Nacht stark an und durchbrach die Marke von 5.280 Dollar pro Unze. Damit setzt das Edelmetall die beeindruckende Rally der letzten Wochen fort, befeuert durch einen schwachen Dollar und die klare Flucht in sichere Häfen.

Auslöser für den erneuten Anstieg sind Äußerungen von Donald Trump, der erklärte, sich keine Sorgen über den Rückgang des Dollars zu machen. Die US-Währung ist mittlerweile auf den niedrigsten Stand seit fast vier Jahren gefallen.
Trump sagte, der Dollar sei „großartig“ und Schwankungen gehörten zum Devisenmarkt. Anleger sehen das anders. Der schwache Dollar macht Gold für internationale Käufer attraktiver und erhöht die Nachfrage nach Edelmetallen.
Hinzu kommt, dass die Spannungen auf den Anleihemärkten zunehmen. In Japan sorgte eine massive Verkaufswelle von Staatsanleihen für zusätzliche Unruhe, unter anderem wegen der Sorge um steigende Staatsschulden. Auch Spekulationen über mögliche Unterstützungsmaßnahmen für den Yen setzen den Dollar unter Druck.
Seit Jahresbeginn ist der Goldpreis bereits um mehr als zwanzig Prozent gestiegen. Diese Woche wurde erstmals die Marke von 5.000 Dollar überschritten. Auch Silber zeigt extreme Bewegungen und liegt über fünfzig Prozent höher als Anfang des Jahres.
Laut Analysten spielt geopolitische Unsicherheit eine große Rolle. Die Trump-Regierung sorgte in den letzten Wochen für Unruhe mit Aussagen über Grönland, Venezuela und neuen Importzöllen für Länder wie Kanada und Südkorea. Auch erneute Angriffe auf die Unabhängigkeit der Federal Reserve verunsichern die Anleger.
Darüber hinaus wächst die Erwartung, dass die US-Notenbank einen milderen Kurs einschlagen wird. Anleger spekulieren auf einen möglichen Führungswechsel an der Spitze der Fed, was zu niedrigeren Zinsen führen könnte. Das ist günstig für Gold, das selbst keine Zinsen abwirft.
Nicht nur private Anleger kaufen Gold. Zentralbanken stocken weiterhin ihre Reserven auf und auch Gold-ETFs verzeichnen starke Zuflüsse. An den Terminmärkten steigt die Volatilität auf Niveaus, die seit der Coronakrise nicht mehr erreicht wurden.
Bemerkenswert ist, dass auch Akteure aus der Kryptobranche mitmischen. Tether, bekannt für den Stablecoin USDT, zählt mittlerweile zu den größten Goldbesitzern der Welt außerhalb von Banken und Regierungen. Das Unternehmen besitzt etwa 140 Tonnen Gold, größtenteils als eigene Reserve.
Auch Silber profitiert von der Flucht in greifbare Werte. Der Silberpreis nähert sich einem Rekordniveau, während Handelsbeschränkungen und höhere Margen auf Terminkontrakte den Markt weiter verknappen.
Während sich der Dollar leicht erholte, blieb Gold stabil bei rund 5.230 Dollar pro Unze. Für viele Anleger erscheint Gold erneut als Schutz in einer Welt, in der das Vertrauen in Währungen und Politik schwindet.
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