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Während die Spannungen im Nahen Osten erneut zunehmen, haben die Vereinigten Staaten und Iran in der Schweiz entscheidende Verhandlungen über einen dauerhaften Waffenstillstand und das iranische Nuklearprogramm aufgenommen. Die Gespräche beginnen nur wenige Tage, nachdem Iran erneut gedroht hatte, die Straße von Hormus zu schließen, eine der weltweit wichtigsten Ölrouten.

Das Treffen folgt auf eine vorläufige Vereinbarung, die in dieser Woche von Präsident Donald Trump unterzeichnet wurde. Beide Länder haben nun sechzig Tage Zeit, um zu einem endgültigen Abkommen zu gelangen.

JD Vance trifft in der Schweiz ein

Der US-Vizepräsident JD Vance ist am Sonntagmorgen im schweizerischen Bürgenstock eingetroffen, wo er die amerikanische Delegation leitet. Auch der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif und Armeechef Asim Munir sind anwesend. Sie spielen eine vermittelnde Rolle zwischen Washington und Teheran.

Laut Vance dreht sich die erste Phase vor allem darum, einen soliden Verhandlungsprozess aufzubauen. Frühere technische Gespräche zwischen US-amerikanischen und iranischen Vertretern müssen nun in konkrete Vereinbarungen umgewandelt werden.

Iran entsendet eine hochrangige Delegation in die Schweiz. Unter anderem nehmen Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf, Außenminister Abbas Araghchi und Zentralbankpräsident Abdolnaser Hemmati an den Gesprächen teil.

Präsident Donald Trump äußerte am Freitag Vertrauen in eine Einigung. Gleichzeitig warnte er, dass die Vereinigten Staaten bereit sind, härter vorzugehen, wenn die Verhandlungen scheitern.

Straße von Hormus bleibt Unsicherheitsfaktor

Obwohl die Gespräche zwischen den USA und Iran begonnen haben, bleibt die Lage um die Straße von Hormus eine wichtige Spannungsquelle. Teheran kündigte kurz vor den Verhandlungen erneut an, die strategische Seeroute schließen zu wollen, wobei unklar ist, ob diese Drohung tatsächlich umgesetzt wird.

Das macht den internationalen Energiemarkt nervös. Über die Straße von Hormus wird rund ein Fünftel aller Öl- und Gastransporte weltweit abgewickelt.

Bislang scheint die Auswirkung begrenzt. Laut dem US-amerikanischen Central Command passierten am Samstag noch 55 Handelsschiffe die Meerenge, was mehr als 17 Millionen Barrel Öl entspricht. Damit bleibt der Durchfluss vorerst stabil, trotz der harten Rhetorik aus Iran.

Die neue Drohung ist bemerkenswert, weil Iran zuvor zugesagt hatte, die Seeroute als Teil der vorläufigen Vereinbarung mit Washington offen zu halten. Gleichzeitig warnte Teheran, dass Schiffe möglicherweise eine Genehmigung der iranischen Behörden benötigen und zusätzliche Versicherungen abschließen müssen, um die Durchfahrt nutzen zu dürfen.

Israel und Hisbollah erschweren Friedensprozess

Die Gespräche zwischen Washington und Teheran werden zudem von neuen Kämpfen zwischen Israel und Hisbollah im Südlibanon überschattet.

Iran beschuldigt Israel, frühere Abmachungen zu verletzen, und erklärt, dass die USA mitverantwortlich für die Lage sind. Die Spannungen haben den Beginn der Verhandlungen verzögert und drohen den diplomatischen Prozess weiter zu erschweren.

Israel hält derweil an seiner militärischen Präsenz entlang der Grenze zu Libanon fest. Premierminister Benjamin Netanyahu erklärte am Freitag, dass israelische Truppen in der Region bleiben, solange Hisbollah ein Sicherheitsrisiko darstellt.

Vance erkannte an, dass die Situation fragil bleibt, stellte jedoch fest, dass alle beteiligten Parteien ein Interesse am Erhalt des Friedensprozesses haben.

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