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Die georgischen Behörden haben 148 Geräte zur Kryptomining beschlagnahmt, während sie den illegalen Stromverbrauch in der Gemeinde Mestia untersuchten. Laut Innenministerium nutzten Einwohner in großem Umfang Strom, ohne dafür zu bezahlen, und setzten diesen dann zum Mining von Kryptowährungen ein.
Der Fall ist Teil eines umfassenderen Vorgehens gegen illegales Kryptomining, eine Aktivität, die laut Regierung das lokale Stromnetz stark belastet.
Die Ermittlungen begannen, nachdem die Behörden an mehreren Standorten in Mestia spezialisierte Kryptomining-Ausrüstung entdeckt hatten. Diese Geräte werden verwendet, um Transaktionen in Blockchain-Netzwerken zu verarbeiten und neue Kryptowährungen zu erzeugen, ein Prozess, der viel Rechenleistung und Strom erfordert.
Den Ermittlern zufolge nutzten mehrere Einwohner illegal große Mengen Strom zum Mining von Kryptowährungen. Damit hätten sie strukturell Einnahmen generiert. Die beschlagnahmte Ausrüstung bildet einen wichtigen Aspekt der laufenden Ermittlungen.
Die georgischen Behörden ermitteln nach Artikel 229 des georgischen Strafgesetzbuches. Für Verstöße gegen dieses Gesetz droht eine Höchststrafe von drei Jahren Gefängnis.
Es ist noch unklar, wie viele Personen an den mutmaßlich illegalen Aktivitäten beteiligt sind und ob bereits formelle Anklagen erhoben wurden.
Die Aktion folgt auf Aussagen von Mamuka Mdinaradze, einem der Führer der Regierungspartei Georgian Dream. Er erklärte am 1. Juni, dass die Regierung sich auf strengere Maßnahmen gegen illegales Kryptomining in Mestia vorbereitet.
Laut Mdinaradze führt der unkontrollierte Stromverbrauch seit Jahren zu Problemen in der Region. Er beschrieb illegales Kryptomining als eine Aktivität, die schädlich für den Energiesektor ist und die Stabilität des Stromnetzes gefährdet.
Im Rahmen des neuen Ansatzes plant die georgische Regierung, in der gesamten Gemeinde Mestia Stromzähler zu installieren. Damit soll abweichender Stromverbrauch und illegale Anschlüsse schneller erkannt werden.
Mdinaradze zufolge wurden frühere Versuche, solche Zähler zu installieren, jahrelang durch verschiedene Formen des Widerstands in der Region verzögert.
Die Regierung erwartet, dass die Maßnahme zu einer gerechteren Verteilung der Energiekosten beiträgt und eine bessere Überwachung des Stromverbrauchs ermöglicht.
Trotz der schärferen Kontrollen betont die Regierung, dass die Einwohner von Mestia bis zu einem bestimmten Verbrauchsgrenzwert weiterhin kostenlosen Strom erhalten. Erst bei Verbrauch über dieser Grenze fallen reguläre Tarife an.
Mit der Beschlagnahmung von 148 Kryptomining-Geräten zeigt Georgien, dass es den Kampf gegen illegales Kryptomining und Stromdiebstahl intensiviert. Das Ergebnis der laufenden Ermittlungen wird klären, ob zusätzliche Maßnahmen oder strafrechtliche Verfolgungen folgen.
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