Gary Gensler, der derzeitige Vorsitzende der US-amerikanischen Securities and Exchange Commission (SEC), behauptet, dass Bitcoin nicht entscheidend bei den Wahlen von Donald Trump war. Innerhalb der Branche wird oft behauptet, dass Trumps Entscheidung, während seiner Kampagne pro-Krypto zu werden, ausschlaggebend für seinen Sieg war.
Der Vorsitzende der US-Finanzaufsicht, der in der Krypto-Welt keinen guten Ruf genießt, ist jedoch nicht derselben Meinung.
Krypto bestimmte nicht das Wahlergebnis
Lange wird die Branche jedenfalls nicht mehr unter Gensler leiden, denn er verlässt die SEC am Tag von Trumps Amtseinführung. So kann er bis zum 20. Januar noch einige Dinge sagen, und danach ist er (vorerst) nicht mehr relevant für die Branche.
„Bei dieser Wahl gab es sicherlich Geld aus der Krypto-Branche, aber ich denke nicht, dass es darum ging. Die Krypto-Industrie ist enorm spekulativ und hat sich in vielerlei Hinsicht nicht an das Gesetz gehalten. Man muss dabei an Geldwäsche, das Umgehen von Sanktionen oder in unserem Fall das Brechen von Wertpapiergesetzen denken“, sagte Gensler.
Und da hat er natürlich einen Punkt. In dieser Branche gibt es wirklich eine Menge Ärger, und viele Projekte denken, sie könnten einfach einen Token auf den Markt bringen, ohne dass sie dann an Regeln gebunden sind.
So funktioniert es natürlich nicht, und hier hat Gensler mit seiner SEC zu Recht einen Punkt gemacht. Man könnte sogar sagen, dass er in dieser Hinsicht für viele Parteien nicht hart genug war.
War Gensler wirklich der Böse?
Man kann sich fragen, inwieweit Gensler wirklich der Bösewicht war.
Unter ihm erhielten wir schließlich Bitcoin ETFs und Ethereum ETFs. Das Einzige, was man ihm möglicherweise vorwerfen könnte, ist, dass er zu hart gegen Krypto-Unternehmen vorgegangen ist, die sich gerade gut an die Regeln halten.
Man muss dabei an Coinbase und Kraken denken. Es wäre besser gewesen, wenn er sich voll und ganz mit denjenigen beschäftigt hätte, die Altcoins lancieren. Denn das ist die größte Kriminalität.
Bis heute können wir noch nicht sagen, dass auch nur ein Altcoin wirklich erfolgreich war. Versuche mal, eine Anwendung zu nennen, die weltweit genutzt wird, die nichts mit dem Handel von Altcoins zu tun hat und die auch noch Billionen von Dollar wert sein könnte.
Solche Anwendungen existieren (noch) nicht. Nur Bitcoin könnte man bisher als Erfolg bezeichnen. Auch wenn der König des Marktes seine echten Versprechen noch einlösen muss.
BitPay wählt die Niederlande als Zugang zum europäischen Kryptomarkt
BitPay erhält in den Niederlanden eine MiCA-Lizenz und will Krypto- und Stablecoin-Zahlungen in der Europäischen Union ausbauen.
US-Senat lehnt Begnadigung für Sam Bankman-Fried einstimmig ab
Der US-Senat stellt sich geschlossen gegen eine Begnadigung von FTX-Gründer Sam Bankman-Fried, der wegen groß angelegten Betrugs mit Kundengeldern in Haft sitzt.
Trump trifft heute Abend Senatoren im Ringen um wichtiges Krypto-Gesetz
Der Clarity Act soll dem US-Kryptomarkt klare Regeln geben, kommt wegen Trumps eigener Krypto-Einnahmen bislang aber nicht voran. Heute Abend nimmt er selbst an den Gesprächen teil.
Meist gelesen
Ripple erwog Auflösung und Ausschüttung von Milliarden XRP an Anteilseigner
Nach der SEC-Klage im Jahr 2020 prüfte Ripple nach Angaben von CEO Garlinghouse die Einstellung des Betriebs und eine Ausschüttung der eigenen XRP-Bestände an die Anteilseigner.
XRP: Analyst hält Anstieg auf 42 Dollar für möglich – doch eine Hürde bleibt
Ein Krypto-Analyst sieht bei XRP ein historisches Muster zurückkehren und nennt 42 Dollar als langfristiges Kursziel – vorausgesetzt, ein wichtiger Widerstand wird zuvor überwunden.
SWIFT drängt in Ripples Kernmarkt: Gerät XRP unter Druck?
Das Zahlungsnetzwerk SWIFT baut eine eigene Blockchain auf – ausgerechnet in dem Bereich, auf den Ripple mit XRP seit Jahren setzt. Was bedeutet das?
