Im letzten Quartal 2025 verkaufte die Investmentgesellschaft Galaxy Digital über 9 Milliarden Dollar an Bitcoin (BTC) im Auftrag eines großen Kunden.
Zuvor wurde spekuliert, dass der Verkauf mit Bedenken bezüglich Quantencomputern in Verbindung stand. Doch das Unternehmen widerspricht nun: Die Verkäufe hatten laut Galaxy nichts mit zukünftigen Bedrohungen für Bitcoin zu tun.
Bitcoin-Kurs fiel nicht wegen Quantenbedrohung
Auf X berichtete Analyst Kellan Grenier, dass Galaxy-CEO Mike Novogratz in einem Interview gesagt habe, der Verkauf von Milliarden an BTC hänge mit Kundenbedenken über die Entwicklung von Quantencomputern zusammen. Diese Technologie könnte theoretisch kryptografische Sicherheitsmaßnahmen außer Kraft setzen, wodurch Bitcoin verwundbar wird.
Diese Aussage sorgte für Unruhe unter Investoren. Doch laut Alex Thorn, Forschungsleiter bei Galaxy, stimmt diese Darstellung nicht. In einem eigenen X-Post wies er die Verbindung zwischen Quantencomputern und dem Verkauf entschieden zurück.
Thorn stellte klar, dass Novogratz lediglich erwähnte, Quantencomputer seien eines von mehreren Themen, die zur Schwäche des Bitcoin-Kurses beigetragen haben könnten. Sie waren jedoch nicht der Grund für den Verkauf selbst.
Quantencomputer bleiben Sorgenfaktor in der Kryptobranche
Auch wenn Galaxy die Bedenken herunterspielt, bleibt das Thema in der Kryptoszene präsent. Einige Experten warnen, dass Quantencomputer in der Zukunft Transaktionen abfangen oder sogar umschreiben könnten. Dadurch würden Bitcoin-Besitzer erheblichen Risiken ausgesetzt.
Dennoch sind nicht alle von dieser kurzfristigen Bedrohung überzeugt. So erklärt Adam Back, CEO von Blockstream, dass es noch mindestens zwanzig bis vierzig Jahre dauern wird, bis die Quantentechnologie eine reale Bedrohung für Bitcoin darstellt.
Vorschlag soll Bitcoin gegen Quantenbedrohung wappnen
Trotz der unterschiedlichen Meinungen wird im Hintergrund an einer Lösung gearbeitet. Unter dem Titel BIP 360, einem Bitcoin Improvement Proposal, entwickeln Forscher einen neuen Typ digitaler Signaturen. Diese Signaturen sollen Bitcoin-Adressen vor zukünftigen Quantenangriffen schützen.
Mit diesem Vorschlag wäre Bitcoin besser gegen Szenarien gewappnet, in denen die aktuelle kryptografische Sicherheitsstruktur geknackt wird. Das Konzept befindet sich noch in der Entwicklung, wird jedoch innerhalb der Community ernsthaft diskutiert.
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