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Warum bewegen sich große Banken in Richtung Krypto und bremsen den Sektor gleichzeitig aus? Laut Alex Thorn von Galaxy Digital steckt dahinter eine strategischer Grund. In einem kürzlich geführten Interview erklärt er, dass Banken nicht grundlegend gegen Bitcoin sind, sondern vor allem versuchen Zeit zu gewinnen.

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Seine These lautet, dass große Finanzinstitute verhindern wollen, dass der Kryptosektor sie zu schnell überholt, während sie in Ruhe ihre eigenen Produkte entwickeln.

Banken entwickeln mit, bremsen aber zugleich aus

Laut Thorn spielt hier das eine Rolle, was in der Geschäftswelt oft als „Innovator’s Dilemma“ bezeichnet wird. Große Akteure erkennen, dass eine neue Technologie an Bedeutung gewinnt, möchten aber verhindern, dass dies ihr bestehendes Geschäftsmodell zu schnell zunichte macht.

Deshalb geschieht seiner Meinung nach derzeit etwas Bemerkenswertes:

  • Banken entwickeln eigene Lösungen für die Krypto-Verwahrung, Blockchain-Zahlungen und andere digitale Dienste;
  • Gleichzeitig versuchen sie, den Sektor durch Lobbyarbeit und Regulierung auszubremsen;
  • So gewinnen sie Zeit, um ihre eigene Infrastruktur fertigzustellen;
  • Erst danach wollen sie den Markt wirklich weiter öffnen.

Aus seiner Perspektive stellt dies kein Chaos oder Heuchelei dar, sondern vielmehr eine durchdachte Taktik, um den Prozess zu verlangsamen.

Warum das für Bitcoin wichtig ist

Thorns Argument ist, dass Banken genau wissen, dass Bitcoin und Krypto langfristig eine Bedrohung für Teile ihres aktuellen Geschäftsmodells darstellen könnten. Besonders in Bezug auf Wertaufbewahrung, Zahlungen und Finanzinfrastruktur.

Wenn sich neue Technologien zu schnell durchsetzen, könnten traditionelle Institute Marktanteile verlieren. Deshalb bemühen sie sich laut Thorn, den Wandel zu kontrollieren, anstatt ihn gänzlich zu unterbinden.

Mit anderen Worten: Banken würden Bitcoin nicht blockieren, weil sie es für nutzlos halten, sondern um sich selbst erst darauf vorzubereiten.

Kluft zwischen Privatanlegern und Institutionen wächst

Thorn merkt auch an, dass derzeit eine seltsame Stimmung am Markt herrscht. Obwohl Bitcoin weiterhin auf hohem Niveau gehandelt wird, empfinden viele Privatanleger den Markt als schwach oder sogar bärisch.

Seiner Meinung nach liegt das daran, dass:

  • Privatanleger schneller enttäuscht sind, wenn der Kurs nicht sofort weiter steigt;
  • institutionelle Akteure hingegen leiser und schrittweise Positionen aufbauen;
  • dadurch der Unterschied zwischen diesen beiden Gruppen größer ist als je zuvor.

Das könnte erklären, warum die Stimmung bei Kleinanlegern manchmal düster erscheint, während große Finanzakteure im Hintergrund weiter voranschreiten.

KI könnte später eine noch größere Rolle spielen

Langfristig sieht Thorn sogar eine neue Quelle der Nachfrage nach Bitcoin entstehen: autonome KI-Systeme. Seiner Ansicht nach könnten solche Systeme Stablecoins für Zahlungen und Bitcoin (BTC) zur Wertaufbewahrung nutzen.

Sein Grundgedanke ist einfach: Eine rationale Maschine könnte schnell eine Anlage bevorzugen, die schwer zu beschlagnahmen ist und nicht unter der Kontrolle eines einzelnen Staates steht.

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