Der Chef des Forschungsunternehmens Galaxy Digital Research warnt, dass der Preis von Bitcoin (BTC) weiter fallen könnte. Aufgrund fehlender positiver Impulse scheint die Wahrscheinlichkeit einer schnellen Erholung gering. Ein Rückgang auf 56.000 Dollar ist nicht ausgeschlossen.
Bitcoin-Kurs könnte weiter sinken
Am Montag teilte Alex Thorne, Leiter von Galaxy Digital Research, seine Einschätzung zur aktuellen Marktsituation. Seiner Meinung nach besteht eine ernsthafte Chance, dass der Bitcoin-Kurs auf 70.000 und möglicherweise sogar auf 56.000 Dollar fällt.
Laut Thorne markiert die erste Grenze um 70.000 Dollar eine sogenannte „supply gap“: ein Bereich, in dem das Angebot zu gering ist, um einen weiteren Rückgang zu verhindern. Auf diesem Niveau könnten neue Kaufaufträge entstehen, die vorübergehend Unterstützung bieten.
Die Zone um 56.000 Dollar bezeichnet Thorne basierend auf den durchschnittlichen Kosten aller im Umlauf befindlichen Bitcoins. Er meint, dass solche Niveaus in früheren Bärenmärkten als Boden fungierten. Zudem erwähnt er den 200-Tage-Durchschnitt bei etwa 60.000 Dollar als mögliches Unterstützungsniveau.
Mangel an positiven Impulsen
Thorne zufolge fehlt es derzeit an positiven Katalysatoren für die größte Kryptowährung. Gleichzeitig konnte Bitcoin zuletzt nicht mit der Performance von Edelmetallen wie Gold und Silber mithalten. Daher scheinen Anleger weniger geneigt, BTC als sicheren Hafen zu wählen.
Nach dem schwachen Wochenende stieg der Bitcoin-Kurs am Montag wieder leicht an, mit einem Plus von drei Prozent auf etwa 78.500 Dollar. Dennoch liegt der aktuelle Preis noch immer rund 39 Prozent unter dem Allzeithoch.
Anleger warten ab
Laut Thorne gibt es kaum Anzeichen dafür, dass Anleger wieder massenhaft einsteigen. Möglicherweise wartet man auf niedrigere Preise. Gleichzeitig gibt es auf der Verkaufsseite einen Lichtblick.
Langfristige Inhaber scheinen ihre Verkaufsneigung zu zügeln. Diese Gruppe hatte zuvor verkauft, um Gewinne zu realisieren, was den Verkaufsdruck erhöhte. Da sie nun auf höhere Preise warten, könnte dies den Verkaufsdruck vorübergehend mindern.
Unsicherheit über neue US-Kryptogesetzgebung
Im Hintergrund spielt auch die Unruhe rund um den amerikanischen CLARITY Act, einen Gesetzentwurf, der der Kryptobranche Klarheit verschaffen soll. Thorne zufolge könnte eine Verabschiedung des Gesetzes einen wichtigen Impuls geben.
Diese Verabschiedung lässt jedoch auf sich warten. Nachdem die Krypto-Börse Coinbase ihre Unterstützung zurückzog, scheint der Rückhalt zu schwinden. Der Bankenausschuss des US-Senats hat zudem noch keinen neuen Termin für die weitere Behandlung angesetzt. Damit scheint die politische Unterstützung zu erodieren, und eine rasche Gesetzgebung bleibt vorerst aus.
Tim Draper weist Verkauf von 1.000 Bitcoin zurück: „Meine BTC habe ich nicht angerührt“
Der Milliardär Tim Draper bestreitet, Bitcoin verschoben zu haben, nachdem Analysten eine Wallet mit 1.000 BTC ihm zugeordnet hatten.
Irland beschlagnahmt erneut 500 Bitcoin im Wert von 27 Millionen Euro
Das irische Criminal Assets Bureau (CAB), die Behörde zur Abschöpfung krimineller Vermögen, hat erneut 500 Bitcoin beschlagnahmt.
Erst Gegner, dann Profiteure: Vier prominente Krypto-Kehrtwenden
Von Larry Fink bis Donald Trump: Vier bekannte Bitcoin-Kritiker vollzogen eine bemerkenswerte Kehrtwende hin zu Krypto und Blockchain.
Meistgelesen
XRP verschwindet in großem Stil von Binance: Was bedeutet das für den Kurs?
Viele XRP-Halter ziehen ihre Coins von der Kryptobörse Binance in eigene Wallets ab. Kann das dem Kurs neuen Schwung geben?
AI-Prognose: Wie wahrscheinlich ist es, dass XRP bis 2030 auf 20 Dollar steigt?
Das KI-Modell ChatGPT schätzt die Wahrscheinlichkeit für einen XRP-Kurs von 20 Dollar im Jahr 2030 als gering ein. Die mittlere Prognose liegt deutlich niedriger.
Wie viel XRP braucht man, um 2035 in Rente zu gehen?
Laut Analysten benötigst du diese Menge an XRP, um 2035 in den Ruhestand zu gehen. Die Antworten könnten überraschen.
