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Der Friedensdeal zwischen Iran und den USA hat Bitcoin (BTC) erneut Auftrieb gegeben, doch die Vergangenheit erzählt eine andere Geschichte. Ein Rückgang um weitere Dutzende Prozentpunkte würde genau in das Muster passen, das die digitale Währung immer wieder zeigt.
Es dreht sich alles um Fibonacci-Retracements, eine häufig genutzte Technik, die potenzielle Unterstützungsniveaus auf Basis einer mathematischen Reihe identifiziert. Kurz gesagt: Man sucht nach den Niveaus, bei denen ein fallender Kurs oft eine Pause einlegt.
Ziehst du eine solche Linie ab nahezu null – Bitcoin begann im Februar 2010 bei etwa 0,003 Dollar zu handeln – bis zu den Höhen vorheriger Bullenmärkte, zeigt sich immer dasselbe Muster.

Nach den jeweiligen Höchstständen im Juni 2011, November 2013, Dezember 2017 und November 2021 fiel der Kurs stets unter das 61,8-Prozent-Niveau.
Vergangenen Oktober schoss Bitcoin auf ein Rekordhoch von über 126.000 Dollar. Das 61,8-Prozent-Niveau dieses gesamten Anstiegs seit 2010 liegt bei 48.215 Dollar.
Der Bitcoin-Kurs liegt derzeit knapp unter 66.000 Dollar, fast 12 Prozent über dem Tiefpunkt von 59.000 Dollar, der am Freitag, dem 5. Juni, erreicht wurde. Um die Geschichte zu wiederholen, müsste der Kurs noch rund 27 Prozent fallen.
Wie schnell das gehen kann, hat die Kryptowährung kürzlich gezeigt. In etwas mehr als drei Wochen fiel der Kurs um 28 Prozent und die Gewinne der vergangenen Monate schmolzen dahin.
Trotzdem ist Vorsicht geboten, denn ein historisches Muster dieser Art ist keine Garantie. Vier Zyklen sind eine kleine Stichprobe.
Zudem basiert der heutige Markt stark auf börsengehandelten Fonds (ETFs), großen Institutionen und fortschrittlichem Derivatehandel. Bisher hat diese Reife jedoch nicht zu einem Bruch mit den traditionellen vierjährigen Zyklen geführt.
Es tauchen jedoch zunehmend positive Signale auf, die darauf hindeuten, dass die 59.000 Dollar möglicherweise der Tiefpunkt waren.
Bisher verteidigt Bitcoin erfolgreich seinen 200-Wochen-Durchschnitt, den durchschnittlichen Kurs der letzten vier Jahre. In den Jahren 2015 und 2018 fand die Währung genau auf dieser Linie ihren Boden. In der letzten Bärenmarktphase fiel Bitcoin darunter, doch damals bot die Linie keine Rettung.
Darüber hinaus zeichnet sich eine bullische Divergenz ab. Dies wird als frühes Signal gesehen, dass das Abwärtsmomentum an Kraft verliert.
Der Kurs erreicht zwar noch ein tieferes Tief, was auf den ersten Blick den Abwärtstrend fortzusetzen scheint. Doch der RSI, der die Stärke der Bewegung misst, sinkt nicht mehr mit. Dieser Unterschied deutet darauf hin, dass die Verkäufer weniger überzeugt sind als beim letzten Tiefpunkt: Der Niedergang verliert an Schwung.

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