Der Trend von Unternehmen, die Bitcoin in ihre Bilanzen aufnehmen, beschleunigt sich. Diese Woche gaben fünf börsennotierte Unternehmen bekannt, dass sie zusätzliche Bitcoin kaufen oder zum ersten Mal einsteigen. Immer mehr Unternehmen folgen den Spuren der Strategie von Michael Saylor. Könnte auf diese Weise ein neues Bitcoin Allzeithoch nur eine Frage der Zeit sein?
Addentax lässt Trump fallen für Bitcoin
Das amerikanische Addentax führt mit einer geplanten Investition von 1,3 Milliarden Dollar. Zuvor wollte das Unternehmen diesen Betrag noch zwischen Bitcoin und Investitionen in mit Donald Trump verbundene Unternehmen aufteilen. Jetzt entscheidet sich das Unternehmen vollständig für Bitcoin. Insgesamt möchte Addentax bis zu 12.000 Bitcoins kaufen.
Auch andere Unternehmen schließen sich dieser neuen Welle institutioneller Käufer an. Der kanadische Kreditgeber Mogo hat Genehmigung erhalten, für 50 Millionen Dollar Bitcoin zu kaufen. Genius Group aus Singapur, aktiv in digitaler Bildung, kaufte Bitcoin im Wert von 2,1 Millionen. Das schwedische K33 kaufte ‘nur’ 10 Bitcoins, aber das ist für ein relativ kleines Unternehmen immer noch ein bedeutender Schritt.
Mehr Nachfrage als Angebot
Laut Analysten kaufen börsennotierte Unternehmen mittlerweile mehr Bitcoin, als täglich abgebaut wird. Selbst große ETF-Anbieter würden hinter dem Tempo zurückbleiben, mit dem Unternehmen die Währung ihren Reserven hinzufügen.
Dennoch gibt es auch kritische Stimmen. Einige Experten befürchten, dass dieser Strom von Unternehmenskäufen die Form einer neuen Blase annimmt. Es gibt Bedenken hinsichtlich Unternehmen, die ihre ursprünglichen Kernaktivitäten schrumpfen sehen und nun ihr Heil in Bitcoin suchen.
Szenarien wie bei MicroStrategy sind bekannt, aber bei weitem nicht jedes Unternehmen verfügt über die Kassenposition oder das Risikomanagement, um starke Kursrückgänge zu überstehen. „Wenn Bitcoin plötzlich fällt, könnten einige Unternehmen in Schwierigkeiten geraten“, warnen Finanzberater.
Die Frage ist also nicht nur, ob Bitcoin seinen Vormarsch fortsetzt, sondern auch, ob all diese Unternehmen, die auf den Hype aufspringen, den Sturm überstehen können, wenn sich das Blatt wendet. Und was mit dem Bitcoin-Kurs passieren würde, wenn sich das Blatt wendet und viele dieser Unternehmen verkaufen müssen.
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