Die insolvente Krypto-Börse FTX beginnt in diesem Monat mit einer neuen großen Rückzahlung an geschädigte Nutzer. Am 31. März werden etwa 2,2 Milliarden Dollar verteilt, womit die Gesamtauszahlungen über 6 Milliarden Dollar steigen. Einige Gläubiger erhalten inzwischen ihr gesamtes Guthaben zurück.

Vierte große Auszahlung seit der Insolvenz

Der FTX Recovery Trust verteilt den Betrag an verschiedene Gläubigergruppen, die alle Voraussetzungen erfüllt haben. Die Zahlungen werden über BitGo, Kraken und Payoneer abgewickelt. Nutzer erhalten ihr Geld in der Regel innerhalb von ein bis drei Werktagen in US-Dollar und können dann selbst entscheiden, ob sie es abheben oder in Krypto umwandeln.

Zuvor hatte FTX bereits mehrere Milliardenbeträge ausgezahlt, darunter 1,6 Milliarden Dollar im September. Insgesamt sind nun über 6 Milliarden Dollar an Geschädigte zurückgeflossen.

Einige Nutzer bekommen mehr zurück als verloren

Die Rückzahlungsquoten erreichen mittlerweile bemerkenswerte Höhen. Internationale Kunden in bestimmten Kategorien erhalten 96 % ihrer Forderung zurück. Amerikanische Kunden in einer ähnlichen Gruppe bekommen sogar 100 %. Einige Gläubiger erhalten letztlich mehr als ihr ursprüngliches Guthaben, da Zinsen und zusätzliche Ausschüttungen berücksichtigt werden.

Dies ist ein unerwartetes Ergebnis für Nutzer, die im November 2022 befürchteten, alles zu verlieren. Das Insolvenzteam konnte mehr Wert aus der Masse schöpfen als zunächst erwartet, unter anderem durch den Verkauf von Vermögenswerten und Investitionen.

Aktionäre sind die nächsten

Nach den Gläubigern richtet sich FTX nun an die Aktionäre. Die ersten Auszahlungen an diese Gruppe sind für Ende Mai geplant. Beteiligte müssen ihre Daten verifizieren und alle administrativen Anforderungen erfüllen, um anspruchsberechtigt zu sein.

FTX meldete Ende 2022 Insolvenz an, nachdem bekannt wurde, dass Milliarden von Dollar an Kundenguthaben missbraucht worden waren. Gründer Sam Bankman-Fried wurde wegen Betrugs und Verschwörung zu 25 Jahren Haft verurteilt. Was einst das größte Skandal in der Kryptogeschichte war, scheint für die Geschädigten letztlich weniger katastrophal zu enden als befürchtet.

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