Binance-Gründer Changpeng Zhao (CZ) hat Kritik an einer aktuellen Vermögensschätzung des Wirtschaftsmagazins Forbes geäußert. Der Milliardär hält die in der neuesten Rangliste genannten Beträge für falsch und sieht die Berechnungen im Widerspruch zu den Zahlen anderer Tech-Unternehmen.
CZ hält Milliardenschätzung für übertrieben
Forbes schätzt das Vermögen von Changpeng Zhao, dem Gründer der Kryptobörse Binance, auf etwa 110 Milliarden Dollar. Damit würde er in der Milliardärsliste auf Platz 17 stehen, noch vor Persönlichkeiten wie Bill Gates.
CZ reagierte auf die Meldung mit einem Beitrag auf X. Dort machte er deutlich, dass er die Berechnungen nicht ernst nimmt. Er schrieb: „Die Schätzungen von Forbes liegen einfach weit daneben.“
Damit reagierte er auf Berichte, wonach sein Vermögen laut der Liste explosionsartig gestiegen sein soll. Laut dem Unternehmer spiegeln solche Zahlen nicht die realen finanziellen Verhältnisse von Kryptounternehmen wider.
Vergleich mit ByteDance wirft Fragen auf
CZ untermauerte seine Kritik mit einem Vergleich zu einem anderen Großunternehmen. Seiner Meinung nach zeigen die Forbes-Zahlen, dass die Methode nicht schlüssig ist.
Er verwies auf das chinesische Technologieunternehmen ByteDance, bekannt durch TikTok. Dieses Unternehmen erzielt laut öffentlichen Quellen etwa 150 Milliarden Dollar Umsatz pro Jahr. Dennoch schätzt Forbes das Vermögen des Gründers Zhang Yiming auf etwa 69 Milliarden Dollar.
Bei Binance sehen die Zahlen ganz anders aus. Die Börse hat schätzungsweise einen Jahresumsatz von etwa 5 Milliarden Dollar. Zhao fragt deshalb öffentlich: „Und Forbes sagt, mein Vermögen beträgt 110 Milliarden Dollar?“
Milliardenstrafe für Binance und CZ
Wie groß das Vermögen des Unternehmers genau ist, bleibt unklar. Sicher ist jedoch, dass Changpeng Zhao in den letzten Jahren durch juristische Probleme in den USA erhebliche finanzielle Rückschläge erlitten hat.
Im November 2023 erzielten die US-Behörden eine riesige Einigung mit der Kryptobörse Binance. Das Unternehmen wurde beschuldigt, gegen Anti-Geldwäsche-Vorschriften verstoßen und illegale Transaktionen ermöglicht zu haben.
Laut der US-Regierung ließ Binance jahrelang Nutzer ohne ausreichende Kontrollen handeln. Dadurch konnten Kriminelle und sanktionierte Parteien Transaktionen über die Plattform abwickeln.
Der Fall führte zu einer der größten Einigungen in der Geschichte des Kryptosektors. Binance musste etwa 4,3 Milliarden Dollar an die US-Behörden zahlen.
Neben Binance wurde auch Changpeng Zhao persönlich verfolgt. Er erhielt eine viermonatige Freiheitsstrafe. Außerdem zahlte Zhao eine Strafe von 50 Millionen Dollar an das US-Justizministerium (DOJ) und musste als CEO von Binance zurücktreten.
Obwohl er die Unternehmensführung übergeben hat, ist CZ weiterhin einer der größten Anteilseigner von Binance und verdient indirekt noch erheblich daran. Zhao erhielt Ende letzten Jahres Begnadigung von Donald Trump und könnte theoretisch wieder eine Funktion bei der Kryptobörse übernehmen.
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