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Der FTX-Gründer Sam Bankman-Fried hat offiziell um Gnade beim amerikanischen Präsidenten nachgesucht, mehr als zwei Jahre nachdem er wegen des spektakulären Untergangs seines Krypto-Imperiums verurteilt wurde. Der Betrugsfall kostete Anleger Milliarden Dollar.
Aus Dokumenten des Pardon Attorney Office des US-Justizministeriums geht hervor, dass der 34-jährige ehemalige Milliardär ein Gnadengesuch nach Verbüßung seiner Strafe eingereicht hat.
Um seine Chancen auf Gnade zu erhöhen, hat Bankman-Fried in den vergangenen Monaten aktiv Kampagnen über soziale Medien und Interviews mit konservativen Nachrichtensendern geführt. Dabei scheint er auf Präsident Donald Trump zu spekulieren, der während seiner zweiten Amtszeit bereits Dutzende von Verurteilten wegen Wirtschaftskriminalität begnadigt hat.
Dennoch bleibt eine Begnadigung alles andere als sicher. Trump erklärte im Januar gegenüber der New York Times, dass er keine Pläne habe, Bankman-Fried zu begnadigen.
Bankman-Fried wurde 2024 zu 25 Jahren Haft verurteilt wegen seiner Rolle beim spektakulären Untergang von FTX. Laut Anklage nutzte er Milliarden an Kundengeldern für riskante Investitionen, wodurch Kunden, Investoren und Kreditgeber zusammen schätzungsweise über 10 Milliarden Dollar verloren.
Sowohl das Weiße Haus als auch Bankman-Fried haben bisher nicht auf Anfragen nach Kommentaren reagiert.
Das Gnadengesuch von Bankman-Fried wurde über das reguläre Verfahren des US-Justizministeriums eingereicht. Jährlich nutzen Tausende von Verurteilten diesen Weg, um Strafminderung oder ein präsidentielles Pardon zu beantragen.
Bemerkenswerterweise hat Präsident Donald Trump während seiner zweiten Amtszeit diesen formalen Weg häufig umgangen und in mehreren Fällen direkt Gnade gewährt.
Rund um die präsidentiellen Gnadengesuche hat sich zudem eine lukrative Beratungsindustrie entwickelt. Laut Bloomberg verlangen einige Anwaltskanzleien bis zu 1 Million Dollar, um ein Dossier zu erstellen und im Weißen Haus Aufmerksamkeit zu erregen. Aus den vorliegenden Dokumenten geht nicht hervor, wer den Antrag im Namen von Bankman-Fried eingereicht hat.
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