In einer aktuellen Entwicklung hat die Financial Stability Board (FSB), eine führende internationale Organisation, die die Aufsicht über das globale Finanzsystem führt, ihr umfassendes Arbeitsprogramm für das Jahr 2024 veröffentlicht. Dieses Programm betont insbesondere die Überwachung der Implementierung des globalen regulatorischen Rahmens für Krypto-Vermögenswerte und die finanziellen Auswirkungen digitaler Innovationen, einschließlich Tokenisierung und künstlicher Intelligenz (KI).
Empfehlungen für ein globales Krypto-Regulierungsrahmenwerk
Einer der Kernpunkte des FSB-Programms für 2024 ist die effektive Implementierung des international vereinbarten Regulierungs- und Aufsichtsrahmens für Krypto-Vermögenswerte, Märkte und die Regelungen rund um internationale Stablecoins. Dies folgt auf die Entwicklung eines globalen Regulierungsrahmens für Krypto durch die FSB im Juli 2023, bei dem Empfehlungen an die G20-Nationen gegeben wurden. Diese Empfehlungen beinhalten unter anderem, dass Kryptoplattformen die digitalen Vermögenswerte der Kunden getrennt von ihren eigenen Mitteln halten und Interessenkonflikte vermeiden müssen. Darüber hinaus wird der Schwerpunkt auf enge grenzüberschreitende Zusammenarbeit und Aufsicht durch die Aufsichtsbehörden gelegt.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Arbeitsprogramms ist die Untersuchung von Tokenisierungsprojekten, um deren Auswirkungen auf die finanzielle Stabilität zu bewerten. Die FSB plant, ihre Erkenntnisse über die Implikationen der Tokenisierung für die finanzielle Stabilität im Jahr 2024 abzuschließen und wird darüber einen Bericht an die G20 vorlegen. Zusätzlich wird im November 2024 ein separater Bericht über die finanziellen Stabilitätsfolgen von KI erscheinen.
Entwurf eines Standardformats für Vorfallberichte
Weiterhin enthält das Arbeitsprogramm der FSB für 2024 den Entwurf eines Standardformats für Vorfallberichte, genannt FIRE (Format for the Exchange of Incident Reporting). Diese Initiative zielt darauf ab, die Konsistenz in der Berichterstattung über Cyber-Vorfälle von Finanzinstitutionen an die monetären Behörden zu verbessern. Diese Entwicklung folgt auf die Feststellung der FSB im April 2023, dass finanzielle Behörden täglich ähnliche Informationsbedürfnisse haben.
Abschließend hat die Association for Financial Markets in Europe im Juli die Empfehlungen der FSB unterstrichen und darauf gedrängt, eine Kategorie für dezentralisierte Finanzierung in das erste EU-weite Krypto-Rahmenwerk aufzunehmen. Dies betont die wachsende Anerkennung und die Bedeutung eines strukturierten Ansatzes für die Regulierung digitaler Finanzaktivitäten innerhalb der Europäischen Union.
Malaysia beschlagnahmt mehr als 75.000 Krypto-Mining-Geräte
Die malaysischen Behörden haben zwischen 2022 und Mai 2026 mehr als 75.000 Krypto-Mining-Geräte beschlagnahmt.
Kevin Warsh holt Tech-Investor Andreessen für Reform der US-Notenbank
Kevin Warsh treibt weitreichende Veränderungen bei der US-Notenbank vor und beruft dafür hochkarätige Persönlichkeiten.
EU nimmt US-Stablecoin-Emittenten mit „MiCA 2.0“ ins Visier
Brüssel arbeitet an einer Überarbeitung des Kryptogesetzes MiCA. Künftig sollen auch Stablecoin-Emittenten außerhalb der EU der Aufsicht unterliegen.
Meist gelesen
Analyst: XRP wird bald neue Millionäre hervorbringen
Eine auffällige Prognose zu XRP sorgt in der Community rund um den Coin für heftige Diskussionen.
Kann XRP auf 10.000 bis 50.000 Dollar steigen? ChatGPT erklärt, warum es möglich ist
Südkorea will auch kleine Kryptotransaktionen überwachen. Der Vorschlag soll Geldwäsche verhindern und internationale Vorschriften stärken.
SWIFT drängt in Ripples Kernmarkt: Gerät XRP unter Druck?
Das Zahlungsnetzwerk SWIFT baut eine eigene Blockchain auf – ausgerechnet in dem Bereich, auf den Ripple mit XRP seit Jahren setzt. Was bedeutet das?
