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Bitcoin (BTC) zeigt Anfang 2026 eine ruhigere Bewegung als viele Anleger gewohnt sind. Nach einem unruhigen Ende des Vorjahres scheint sich der Markt zu stabilisieren. Gleichzeitig gibt es Anzeichen, die Fragen darüber aufwerfen, was diese Phase genau bedeutet. Ist dies eine Phase des Aufbaus oder eher eine Warnung?
Ein Quartalsbericht von Coinbase Institutional und dem Forschungsinstitut Glassnode zeigt, dass ein Großteil des übermäßigen Hebels aus dem Markt verschwunden ist.
Dies geschah während der Korrektur im vergangenen Oktober, als Positionen im Wert von rund 19 Milliarden Dollar liquidiert wurden und der Bitcoin-Kurs innerhalb eines Tages stark zurückfiel. Laut den Forschern macht dies Bitcoin weniger anfällig für starke Kursbewegungen.
Während Bitcoin in früheren Jahren vor allem durch schnelle Spekulationen getrieben wurde, scheint der Markt jetzt reifer zu werden. Faktoren wie globale Liquidität, Zinserwartungen und die Position großer Investoren spielen eine zunehmend größere Rolle. Der Fokus liegt weniger auf Geschwindigkeit und mehr auf Stabilität.
„Wir denken, dass die Kryptomärkte 2026 in einem gesünderen Zustand betreten werden, wobei der überschüssige Hebel im vierten Quartal aus dem System verschwunden ist“, schreiben die Autoren. „Das makroökonomische Umfeld wirkt solide und die Geldpolitik sollte unterstützend sein.“
Ein wichtiger Indikator im Bericht ist der Global M2 Money Supply Index von Coinbase. Dieser verfolgt die Entwicklung der weltweiten Geldmenge und lief in der Vergangenheit oft etwa drei bis vier Monate der Bitcoin-Kursentwicklung voraus. Für dieses Quartal bleibt dieser Indikator positiv, auch wenn später in der Periode eine Abkühlung erwartet wird.
Dennoch sind nicht alle Signale beruhigend. Technisch gesehen zeigt Bitcoin Ähnlichkeiten mit Anfang 2022. Auf dem Wochenchart ist erneut ein Trendbruch sichtbar, bei dem wichtige gleitende Durchschnitte nach unten kreuzen. In früheren Zyklen erwies sich ein solches Muster manchmal als Beginn einer längeren schwachen Phase.

Demgegenüber scheint ein langanhaltender Bärenmarkt laut Analysten unwahrscheinlich. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen unterscheiden sich deutlich von denen vor vier Jahren. Die Inflation ist niedriger, die Zentralbanken weniger aggressiv und der Markt wird von mehr langfristigen Investoren und institutionellen Akteuren getragen.
Gleichzeitig ändert sich das Verhalten der Anleger. Das Open Interest bei Bitcoin-Optionen ist mittlerweile größer als bei Perpetual Futures. Das deutet darauf hin, dass Marktteilnehmer häufiger für Schutz gegen Kursverluste zahlen, statt auf schnelle Kursanstiege mit zusätzlichem Hebel zu setzen.
„Mit Zinsentscheiden, Inflationsdaten und geopolitischen Spannungen zugleich ist der Markt schlichtweg zu unberechenbar, um auf schnelle Gewinne zu setzen“, sagt Farzam Ehsani, CEO der Kryptobörse VALR.
Der Bitcoin-Kurs liegt heute etwa 1 Prozent höher bei rund 88.900 Dollar und ist in der vergangenen Woche nahezu unverändert geblieben.
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