Bitcoin (BTC) zeigt erneut ein technisches Signal, das Anlegern bekannt vorkommen dürfte. Erstmals seit April 2022 haben sich zwei wichtige Trendlinien im Wochendiagramm bärisch gekreuzt. Damals markierte dies den Beginn eines langanhaltenden Bärenmarktes, der erst sieben Monate später seinen endgültigen Tiefpunkt fand.
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Kritische Trendkreuzung
Die 21-wöchige exponentielle gleitende Durchschnittslinie (EMA) ist unter die 50-wöchige EMA gefallen. Laut Analyst Rekt Capital markiert dies einen Wendepunkt, der historisch gesehen nur in echten Bärenmärkten vorkommt.
Im April 2022 geschah genau dasselbe. Darauf folgte ein monatelanger Rückgang, der im November desselben Jahres mit einer Kapitulation bei rund 15.600 Dollar endete. Dieses Tief wurde seither nicht mehr getestet.
Dass diese Kreuzung jetzt erneut erscheint, nährt die Vermutung, dass Bitcoin wieder in eine Bärenmarktphase eingetreten ist. Besonders, da dieses Muster in die klassische vierjährige Zyklus passt, an dem viele Analysten weiterhin festhalten. In diesem Szenario wäre 2026 das schwache Jahr des Zyklus, genau wie 2022.
Noch kein Boden in Sicht
Wichtiges Detail: 2022 dauerte es nach der Trendkreuzung noch Monate, bis der echte Boden erreicht wurde. Die aktuelle Kreuzung sagt daher nichts über den kurzfristigen Zeitplan aus, weist aber vor allem auf ein erhöhtes Abwärtsrisiko hin.
Einige Analysten rechnen deshalb mit niedrigeren Kurszielen im Laufe dieses Jahres. Bitcoin-Kurse um die 65.000 Dollar werden als mögliche nächste Zone genannt, in der sich Käufer wieder melden könnten, auch wenn das spekulativ bleibt.
Bitcoin versus Silber: Auffällige Schwäche
Neben den technischen Signalen auf dem Dollar-Diagramm fällt vor allem die relative Performance von Bitcoin im Vergleich zu Edelmetallen auf. Trader Daan Crypto Trades betont, dass Bitcoin gegenüber Silber auf Niveaus zurückgefallen ist, die zuletzt während der FTX-Krise Ende 2022 gesehen wurden.
Anders gesagt: Relativ gesehen befindet sich Bitcoin gegenüber Silber auf einem Bärenmarkt-Tiefststand, obwohl beide Vermögenswerte in absoluten Zahlen deutlich höher stehen als damals. Laut Daan ist das „verrückt“ und unterstreicht, wie stark Silber derzeit performt.
Er weist darauf hin, dass Silber diese Bewegung in etwa der Hälfte der Zeit gemacht hat, die Bitcoin für seinen vollständigen Bullenmarkt in diesem Zyklus benötigte. Das Bitcoin-Silber-Verhältnis nähert sich sogar den Niveaus aus der Periode 2017–2020.
Fiat als stiller Übeltäter
Das bedeutet nicht unbedingt, dass Bitcoin fundamental schwächer geworden ist. Sowohl Bitcoin als auch Silber sind in Dollar gemessen deutlich gestiegen. Die Verschiebung im Verhältnis zeigt vor allem, wie stark die Kaufkraft der Fiatwährungen gesunken ist.
Dennoch ist die Botschaft für Anleger klar: Bitcoin verliert derzeit an Boden gegenüber traditionellen sicheren Häfen.
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