Ein leistungsstarker amerikanischer Arbeitsmarkt, stabiles wirtschaftliches Wachstum, steigende Staatsausgaben und ein Politikfehler der Zentralbank bilden zusammen das Rezept für ein extrem bullishes Szenario für Bitcoin.
Aber warum sind die Aussichten so positiv für den Bitcoin Kurs?
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Amerikanische Zentralbank macht Fehler, Bitcoin profitiert
Derzeit gibt es extrem günstige finanzielle Bedingungen. Einfach gesagt: Es ist momentan leicht für Haushalte und Unternehmen, Kapital für Kredite und Investitionen zu bekommen. Viel Kapital fließt über die Weltmärkte.
Das sehen wir unter anderem bei den Credit Spreads – der zusätzlichen Zinsen, die Unternehmen (risikoreich) im Vergleich zur amerikanischen Regierung (risikolos) auf ihre Staatsanleihen zahlen. Je niedriger die Spanne (zusätzliche Zinsen), desto weniger Risiko sehen Kapitalgeber bei Zahlungsausfällen.

Niedrige Credit Spreads sagen uns also: Es gibt viel Vertrauen in die Wirtschaft. Man erwartet nicht, dass Unternehmen in Schwierigkeiten geraten, denn sonst hätten sie höhere Zinsen berechnet, um dieses Risiko zu kompensieren.
Und hier kommt der Fehler der amerikanischen Zentralbank ins Spiel. Es geht eigentlich sehr gut mit der Wirtschaft in den USA, und Zinssenkungen scheinen überhaupt nicht notwendig.
Indem sie nicht auf den politischen Druck von Trump für Zinssenkungen reagiert, sendet die amerikanische Zentralbank ein Signal an den Markt. Indem sie den Wunsch von Trump nicht offen widerspricht, beginnt der Markt, zusätzliche Zinssenkungen zu erwarten.
Was bedeutet das?
- Es geht bereits gut mit der amerikanischen Wirtschaft
- Die Regierung arbeitet mit einem Haushaltsdefizit von 6% und stimuliert damit die Wirtschaft
- Der Arbeitsmarkt ist stark und unterstützt die Wirtschaft
- Das wirtschaftliche Wachstum liegt wahrscheinlich über 2%
- Dazu kommt jetzt AUCH noch die Erwartung zusätzlicher Zinssenkungen durch die amerikanische Zentralbank
Ergebnis:
- Die Finanzmärkte werden mit Kapital überschwemmt
- Dieses Szenario ist extrem bullish für Bitcoin, Aktien und Gold.
Was ist dann das Problem?
Das „Problem“ ist, dass die amerikanische Zentralbank einen Fehler macht und eine Wirtschaft stimuliert, die das nicht benötigt. Für Investoren ist das fantastisch, und vorerst ergibt das ein sehr bullish Szenario.
Auf lange Sicht werden wahrscheinlich die Marktzinsen auf Staatsanleihen stark steigen (nicht was Trump will), und das wird die Wirtschaft beißen.
Höhere Zinsen auf Staatsanleihen:
- Führen zu höheren Hypothekenzinsen
- Führen zu höheren Zinsen auf Unternehmenskredite
- Führen zu höheren Zinsen auf Verbraucherkredite
Kurz gesagt: Dadurch bekommt man wahrscheinlich eine Wirtschaft, die zunächst übertrieben wächst, aber dann auch härter fällt. Je schneller der Anstieg, desto heftiger der „Crash“.
Wir bekommen höchstwahrscheinlich zuerst den angenehmen Teil, und danach wird eine Periode des Schmerzes folgen. Das Schwierige ist, diesen „Wendepunkt“ zu kartieren.
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