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Die US-Notenbank hat den Leitzins unverändert gelassen, jedoch wird intern zunehmend über die künftige Geldpolitik diskutiert. Diese Ungewissheit wird auch durch den Konflikt im Nahen Osten beeinflusst.
Vier Mitglieder haben gegen die Entscheidung gestimmt, davon drei aufgrund der Formulierung im Abschlussstatement, das nahelegte, die Notenbank werde bald mit Zinssenkungen beginnen.
Die Präsidenten der regionalen Fed-Banken von Cleveland, Minneapolis und Dallas unterstützten zwar die Beibehaltung des Zinssatzes, wollten jedoch keinen Hinweis auf eine wahrscheinliche Lockerung in naher Zukunft. Gouverneur Stephen Miran ging noch weiter und sprach sich für eine Senkung um einen viertel Prozentpunkt aus.
Die Abstimmung von 8 zu 4 ist bemerkenswert. Es ist das erste Mal seit 1992, dass vier Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses gegenstimmen. Der Leitzins bleibt somit in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent.
In der Erklärung räumte die Fed ein, dass die Entwicklungen im Nahen Osten zusätzliche Unsicherheit für die wirtschaftlichen Aussichten mit sich bringen. Gleichzeitig hielt die Notenbank an der Möglichkeit zukünftiger Anpassungen der Geldpolitik fest.
Die Sitzung könnte die letzte unter der Leitung von Vorsitzendem Jerome Powell gewesen sein. Nach der Einstellung eines strafrechtlichen Verfahrens scheint der Weg frei zu sein für die Ernennung von Kevin Warsh als neuen Vorsitzenden.
Powell wird heute später eine Pressekonferenz abhalten. Dort wird er nicht nur Fragen zur Zinspolitik, sondern auch zu seiner Zukunft beantworten müssen. Seine Amtszeit als Vorsitzender endet Mitte Mai, er könnte jedoch bis 2028 im Vorstand bleiben.
Die Situation ist für die Fed komplex. Der Krieg und steigende Energiepreise könnten die Inflation weiter anheizen, während gleichzeitig das Wirtschaftswachstum und die Beschäftigung unter Druck geraten.
Dies stellt die Notenbank vor ein schwieriges Dilemma. Die Inflation liegt bereits seit fünf Jahren über dem Ziel von 2 Prozent, während der Arbeitsmarkt Anzeichen von Schwäche zeigt.
Der Ölpreis erreichte während der Sitzung den höchsten Stand seit 2022. Bereits Anfang des Monats wurde deutlich, dass die Inflation im März durch höhere Kraftstoffpreise stark anstieg.
Vorerst scheint die Fed die Zinsen stabil zu halten, doch die interne Uneinigkeit zeigt, dass der nächste Schritt alles andere als sicher ist.
Europa fürchtet anhaltende Energiekrise durch Krieg im Iran, mit steigenden Preisen, Engpässen und Uneinigkeit innerhalb der EU über das Vorgehen.
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Ray Dalio warnt vor einer Zinssenkung durch die Fed, während Stagflation droht. Märkte erwarten eine Pause, aber die Risiken bleiben hoch.
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