Die Financial Action Task Force (FATF), eine mächtige globale Finanzaufsichtsbehörde, scheint einen neuen Krieg gegen die Krypto-Industrie zu beginnen. Mittlerweile haben 73% aller Länder die FATF Travel Rule implementiert, die vorschreibt, dass Krypto-Dienstleister viele Daten von Nutzern anfordern.
Das Ziel davon ist vor allem, Geldwäsche zu verhindern, aber für die betroffenen Individuen kann das Teilen dieser Daten manchmal andere Probleme verursachen.
FATF richtet Spotlights auf Stablecoins und DeFi
Im neuen Jahresbericht der FATF konzentriert sich die Behörde auf Stablecoins und Decentralized Finance (DeFi). Die Finanzaufsicht ist weiterhin sehr besorgt über die zunehmende Nutzung davon, einschließlich durch nordkoreanische Hacker.
Die Organisation gibt an, dass sie Pläne hat, gezielte Papiere über Stablecoins, Offshore-Kryptoplattformen und DeFi bis zum nächsten Sommer zu veröffentlichen. Damit gibt sie bereits Hinweise auf die Gesetzgebung, die wir danach erwarten können.
Wie FATF das Rückgrat der Krypto-Gesetzgebung wurde
Die Travel Rule der FATF wurde 2019 erweitert, um auch Kryptowährungen und Börsen abzudecken. Von den 138 Jurisdiktionen, die unter FATF fallen, ist nur eine in der Lage, vollständig in Übereinstimmung mit den R.15-Regeln zu arbeiten. Inzwischen sind 40 Jurisdiktionen „weitgehend“ konform mit den Regeln.

Die Einhaltung der Regeln bedeutet, dass eine Jurisdiktion über Gesetze verfügt, die eine Lizenz- oder Registrierungspflicht für Kryptobörsen und Handelsplattformen beinhalten.
Laut FATF gibt es zwei Möglichkeiten, wie der Krypto-Sektor behandelt wird: erlauben oder verbieten. Insbesondere im Nahen Osten und in Nordafrika sind generelle Verbote beliebt.
Bei FATF warnen sie jedoch vor einem generellen Verbot. „Wenn Jurisdiktionen sich für ein generelles Verbot entscheiden, anstatt Krypto zu regulieren, dann eliminieren sie dessen Präsenz nicht innerhalb ihrer Grenzen. Stattdessen geben sie die Aufsicht auf, haben keine Möglichkeiten einzugreifen und keinen Einblick in illegale Ströme,“ sagt Hedi Navazan von FATF.
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