In einer historischen Maßnahme hat die Europäische Zentralbank (EZB) beschlossen, den Leitzins auf ein Rekordhoch von 4% anzuheben, um die anhaltende Inflation einzudämmen. Diese Erhöhung, die am 20. September in Kraft tritt, ist die letzte in einer Reihe von Anhebungen, die im Juli letzten Jahres begannen, als der Zins von -0,5% auf 0% angehoben wurde.
Die jüngste Anpassung, die zehnte seit Juli, folgt einer Warnung der EZB-Präsidentin Christine Lagarde im August, in der sie ankündigte, dass weitere Schritte in Erwägung gezogen werden könnten, wenn die Inflation weiterhin hoch bleiben würde. Im August wurde der Zinssatz bereits auf 3,75% erhöht.
In einer Erklärung teilte die EZB mit, dass, obwohl die Rate der Preisanstiege abgenommen hat, diese immer noch zu hoch ist, um das Ziel einer 2%igen Inflation zu erreichen. „Die Inflation geht zurück, bleibt aber voraussichtlich zu lange zu hoch“, heißt es in der Stellungnahme der Bank.
Potenzielle Auswirkungen auf den Krypto-Markt
Die Entscheidung der EZB könnte erhebliche Auswirkungen auf den Krypto-Markt haben. Ein höherer Zinssatz könnte zu einer stärkeren Euro-Währung führen, wodurch die Attraktivität von alternativen Anlagen wie Kryptowährungen potenziell verringert wird.
Andererseits könnten sich Investoren angesichts der historisch hohen Inflation dazu entschließen, sich Krypto-Währungen als eine inflationssichere Investition zuzuwenden. Ein Szenario, in dem Kryptowährungen als „sicherer Hafen“ in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit angesehen werden, kann daher nicht ausgeschlossen werden.
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