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Christine Lagarde hat im vergangenen Jahr fast 600.000 Euro als Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) verdient. Dies geht aus dem Jahresabschluss der EZB hervor. Ihre Vergütung liegt über der vieler internationaler Kollegen, während die Spekulationen über ihren möglichen Rücktritt zunehmen.

Lagardes Gehalt übertrifft das des Fed-Vorsitzenden

Lagarde erhielt insgesamt 595.000 Euro im Jahr 2025. Dazu gehören ein Grundgehalt von über 492.000 Euro und eine Repräsentationszulage von mehr als 103.000 Euro, die für Ausgaben in ihrer Rolle als Gesicht der EZB vorgesehen ist. Zusätzlich steht ihr eine offizielle Dienstwohnung zur Verfügung.

Das Grundgehalt stieg im Vergleich zum Vorjahr um 5,6 %. Lagarde sitzt auch im Verwaltungsrat der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, der Dachorganisation der Zentralbanken. Für diese Tätigkeit erhielt sie im vergangenen Jahr umgerechnet etwa 168.000 Dollar zusätzlich.

Insgesamt liegt ihre Vergütung damit über der von Jerome Powell, dem Vorsitzenden der US-Notenbank Federal Reserve. Dies sorgt für zusätzliche Diskussionen, insbesondere da die EZB wegen ihrer Zinspolitik und der wirtschaftlichen Aussichten in der Eurozone unter verstärkter Beobachtung steht.

Spekulationen über Lagardes Rücktritt nehmen zu

Gleichzeitig nehmen die Zweifel an ihrer Zukunft zu. Berichten zufolge könnte Lagarde möglicherweise vor dem Ende ihrer achtjährigen Amtszeit im Oktober 2027 zurücktreten. Es gibt Gerüchte, dass sie bereits vor den französischen Wahlen im nächsten Frühjahr zurücktreten könnte, damit Präsident Emmanuel Macron Einfluss auf die Nachfolge nehmen kann.

Eine kürzliche Erklärung der EZB hat diese Unsicherheit nicht ausgeräumt. Lagarde bezeichnete einen Verbleib als ihr „Basisszenario“, aber das hinderte die Spekulationen nicht daran, sich fortzusetzen.

Aus einer Umfrage unter Ökonomen geht hervor, dass eine Mehrheit erwartet, dass sie möglicherweise schon in diesem Jahr zurücktritt. Der Name von Klaas Knot, dem ehemaligen Präsidenten der Nederlandsche Bank, wird dabei am häufigsten als möglicher Nachfolger genannt.

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