Die Europäische Zentralbank (EZB) lässt die Zinsen erneut unverändert. Trotz geopolitischer Spannungen, eines starken Euro und globaler politischer Unruhen sieht die Zentralbank vorerst keinen Handlungsbedarf. Damit bleibt der Einlagenzins zum fünften Mal in Folge unverändert.
Anleger und Ökonomen gehen davon aus, dass dieses Zinsniveau noch lange Zeit bestehen bleibt, möglicherweise sogar bis weit ins nächste Jahr.
EZB sieht keinen direkten Handlungsbedarf
Laut Ökonomen bleibt der Einlagenzins bei zwei Prozent. Die EZB hält die Wirtschaft für stabil genug, um den derzeitigen Kurs beizubehalten. Die Verantwortlichen betonen, dass kurzfristig keine Diskussion über Zinserhöhungen oder -senkungen läuft.
Diese abwartende Haltung steht im Kontrast zu einem unruhigen Jahresbeginn. Die Federal Reserve steht unter Beschuss, die politische Lage in Venezuela hat sich verschlechtert und Donald Trump droht erneut mit Importzöllen. Diesmal zielt er auf Grönland. Zusammen führten diese Entwicklungen zu einem schwächeren Dollar und einem schnellen Anstieg des Euro.
Starker Euro bereitet der EZB Sorgen
Der Euro erreichte kürzlich den höchsten Stand seit 2021. Das ist zwar günstig für Importe, stellt jedoch ein Risiko für europäische Exporteure dar. Eine starke Währung macht europäische Produkte im Ausland teurer und kann somit das Wirtschaftswachstum bremsen. Auch droht die Inflation weiter unter das Ziel von zwei Prozent zu fallen.
Dennoch sieht die EZB vorerst keinen unmittelbaren Handlungsbedarf. Höhere Energiepreise, vor allem für Öl und Gas, kompensieren einen Teil des Abwärtsdrucks auf die Inflation. Die Verantwortlichen beobachten die Entwicklungen genau und betonen, dass sie Handlungsspielraum behalten möchten.
Märkte setzen auf Ruhe trotz Unsicherheit
Auch an den Finanzmärkten herrscht das Bild der Stabilität vor. Anleger sehen kaum Chancen für Zinserhöhungen und rechnen hauptsächlich mit möglichen Senkungen auf längere Sicht. Eine Zinserhöhung in den kommenden Jahren scheint immer unwahrscheinlicher.
Der Druck auf den Euro nahm kürzlich etwas ab, nachdem sich der Dollar erholte. Dies geschah nach der Ernennung von Kevin Warsh als neuen Vorsitzenden der Federal Reserve. Anleger sehen in ihm jemanden, der die Inflation ernster angehen wird, was dem Dollar wieder Auftrieb gab.
Inflation sinkt, Wirtschaft zeigt sich robust
Inzwischen sank die Inflation in der Eurozone unter das Ziel und erreichte 1,7 Prozent. Auch die Kerninflation und die Preise im Dienstleistungssektor zeigten eine leichte Abkühlung.
Gleichzeitig zeigt sich die Wirtschaft widerstandsfähig. Die Eurozone wuchs im letzten Quartal um 0,3 Prozent, stärker als von der EZB erwartet. Jüngste Unternehmensumfragen deuten zudem auf ein anhaltendes, moderates Wachstum hin. Damit scheint die Wirtschaft vorerst gegen externe Schocks gefeit, auch wenn Unsicherheit ein bestimmender Faktor für die Politik der EZB bleibt.
Warum die Fed bald umschwenken muss: Gute Nachrichten für Bitcoin, Gold und Aktien
Der Markt rechnet plötzlich mit Zinserhöhungen und der US-Dollar wirkt stark, doch das könnte sich komplett ändern.
SpaceX plant nach größter Börseneinführung weitere Kredite von 20 Milliarden Dollar
SpaceX von Elon Musk strebt nach der größten Börseneinführung noch mehr Kapital an. Diesmal werden keine Aktien verkauft, sondern Kredite aufgenommen.
Sturmböen auf dem Devisenmarkt: Auswirkungen auf Bitcoin und Aktien
Der US-Dollar legt heute kräftig zu und belastet andere Coins sowie Bitcoin, Gold und Aktien.
Meist gelesen
Kann der XRP-Kurs auf 10.000 Dollar steigen? Das sagt ein Analyst
Wird der Wert von XRP durch Spekulation oder echten Einsatz bestimmt? Analyst Eri erklärt, wie kollektives Vertrauen den Kurs beeinflusst.
XRP-Investoren verkaufen verstärkt mit Verlust – ein positives Zeichen
XRP-Investoren verkaufen zunehmend mit Verlust, ein Signal, das laut On-Chain-Daten häufig in der Nähe von Tiefpunkten auftritt.
Analyst sieht bedeutendes Signal für XRP: ‚Ein Gigapump steht bevor‘
Ein Analyst prognostiziert einen bedeutenden Kursanstieg für XRP und verweist auf eine wichtige Unterstützungsmarke. Es handelt sich jedoch um eine spekulative Einschätzung.
