Jim Cramer, ein bekannter Wall-Street-Analyst, goss am Mittwoch Öl ins Feuer: „Krypto ist heute reif für einen Preissprung“, sagte er im Fernsehen. Doch in der Kryptowelt bedeutet ein bullischer Cramer meist nur eines … Vorsicht.
Bitcoin-Kurs hält sich knapp über 107.000 US-Dollar
Das Timing seiner Aussage war bemerkenswert. Der Markt steckt mitten in einem kräftigen Rücksetzer: Seit Montag sind bereits über 110 Milliarden US-Dollar verdampft. Die gesamte Krypto-Marktkapitalisierung liegt jetzt bei 3,65 Billionen US-Dollar.
Bitcoin (BTC) hält sich noch knapp über 108.000 US-Dollar, nach einem Wochenminus von drei Prozent. Ethereum, Solana und BNB gaben noch stärker nach. XRP fiel sogar unter 2,40 US-Dollar, nachdem die Hoffnung auf eine baldige ETF-Genehmigung vorerst geplatzt ist.
US-Shutdown blockiert Krypto-ETFs
Das hängt direkt mit dem Regierungsstillstand in den USA zusammen. Wegen des Shutdowns liegt die Aufsicht SEC weitgehend lahm, wodurch fast 90 Anträge für neue Krypto-ETFs eingefroren wurden – darunter auch Anträge für Solana und XRP.
Dimon investiert 1,5 Billionen in die US-Industrie
Außerhalb der Kryptowelt gibt es jedoch positive Signale. JPMorgan-CEO Jamie Dimon kündigte einen Investitionsplan über stolze 1,5 Billionen US-Dollar an. Er zielt auf die US-Infrastruktur, doch Summen in dieser Größenordnung können die allgemeine Risikoneigung befeuern – und ein Teil davon findet fast immer seinen Weg in Krypto.
107.000 US-Dollar ist die Marke, auf die es jetzt zu achten gilt
Im Moment entscheidet eine Zahl über alles: 107.000 US-Dollar. Bleibt der Bitcoin-Kurs darüber, kann das Vertrauen der institutionellen Anleger zurückkehren. Fällt er darunter, dürfte 105.000 US-Dollar die nächste Station sein – und dieser Rutsch wird die Altcoins vermutlich mit nach unten ziehen.
Also ja, Cramer sagt, Krypto stehe kurz vor dem Ausbruch. Aber ohne neue ETF-Zuflüsse wirkt das eher wie eine Gegenbewegung ohne Fundament. Ob er diesmal recht behält? Der Markt ist jedenfalls gewarnt.
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