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Evernorth, eine US-Investmentgesellschaft, die eine Börsennotierung an der Nasdaq anstrebt und eine große XRP-Reserve aufbauen will, hat einen japanischsprachigen Account auf X gestartet. Damit will das Unternehmen die große XRP-Community in Japan gezielter ansprechen.

Von einer Expansion nach Japan ist bislang keine Rede. Der Schritt zeigt jedoch, dass Evernorth seine internationale Präsenz ausbauen will.

Warum setzt Evernorth auf Japan?

Im ersten Beitrag auf dem neuen Account schreibt Evernorth: „Japan hat früh an XRP geglaubt. Darauf bauen wir gemeinsam auf.“ Nach Angaben des Unternehmens soll der Account japanische Nutzer mit verständlichen Informationen und Analysen zum XRP-Ökosystem versorgen. Kurs- oder Preisprognosen sollen dort nicht veröffentlicht werden.

Dass Evernorth ausgerechnet Japan in den Blick nimmt, ist wenig überraschend. Das Land zählt seit Jahren zu den wichtigsten Märkten für XRP. Das liegt vor allem an der Zusammenarbeit zwischen Ripple und dem japanischen Finanzkonzern SBI Holdings.

SBI gründete 2016 gemeinsam mit Ripple das Joint Venture SBI Ripple Asia, um Blockchain-Zahlungen in Japan und anderen asiatischen Märkten voranzubringen. Zudem unterstützt der Konzern über verschiedene Tochtergesellschaften Produkte, die XRP nutzen, und investiert in Stablecoins, Tokenisierung und weitere Blockchain-Anwendungen.

SBI hat zudem eine direkte Verbindung zu Evernorth. Aus früher veröffentlichten Unterlagen geht hervor, dass der japanische Konzern 200 Millionen Dollar für den geplanten Börsengang des Unternehmens zugesagt hat. Darüber hinaus werden auch Ripple, Pantera Capital, Kraken und Arrington Capital als Investoren genannt.

Börsengang bleibt das wichtigste Ziel

Der neue japanischsprachige Account unterstreicht zwar die internationalen Ambitionen von Evernorth. Im Mittelpunkt steht aber weiterhin die geplante Börsennotierung in den USA.

Das Unternehmen will über eine Fusion mit Armada Acquisition Corp. II an die Nasdaq kommen und dort unter dem Tickersymbol XRPN gehandelt werden. Laut Evernorth sind dafür Finanzierungszusagen von mehr als 1 Milliarde Dollar eingegangen. Mit dem Kapital will das Unternehmen eine der größten börsennotierten XRP-Reserven der Welt aufbauen. Zuvor hatte Evernorth mitgeteilt, rund 473 Millionen XRP zu halten.

Der Börsengang ist noch nicht endgültig beschlossen. Die US-Börsenaufsicht SEC muss zunächst das Registrierungsformular genehmigen. Zudem müssen die Aktionäre von Armada Acquisition Corp. II der Fusion noch zustimmen, bevor die Notierung erfolgen kann.

Bislang hat Evernorth weder eine japanische Niederlassung noch lokales Personal oder neue Dienstleistungen angekündigt. Der Start des japanischsprachigen Accounts dürfte daher vor allem dazu dienen, die Beziehung zur japanischen XRP-Community zu vertiefen, während sich das Unternehmen auf seine nächste Wachstumsphase vorbereitet.

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