Das Europäische Ausschuss für Systemrisiken (ESRB) betont, dass die zunehmende Integration der Kryptoindustrie mit dem traditionellen Finanzsektor die Risiken für eine möglicherweise unerwartete Krise erhöht, die sich auf die Weltwirtschaft auswirken könnte. Aus diesem Grund setzt sich das ESRB für strengere Regulierung und Überwachung des Marktes für digitale Vermögenswerte ein.
Überwachung des Kryptoraums Am 25. Mai veröffentlichte das ESRB, eine Aufsichtsbehörde der Europäischen Zentralbank, ihren Bericht über Krypto-Assets und dezentrale Finanzierung (DeFi). In dem 77-seitigen Dokument wird betont, dass die volatile Kryptoindustrie wächst und zunehmend mit dem regulären Finanzmarkt verflochten ist. Obwohl die Erschütterungen des letzten Jahres in der Kryptowelt nicht denselben Schaden verursacht haben wie im traditionellen Finanzsektor (TradFi), ist das derzeitige System zur Risikoüberwachung unzureichend, um alle besorgniserregenden Trends in den kommenden Jahren zu erkennen.
Das ESRB setzt sich dafür ein, dass die Europäische Union ihre Kapazitäten zur Überwachung des Kryptoraums und der Verbindungen zwischen diesem Raum und dem breiteren Finanzmarkt verbessert. Um dies zu erreichen, wird vorgeschlagen, dass die EU standardisierte Offenlegungsberichte von Banken und Investmentfonds fördert, die sich mit Krypto-Assets befassen.
Besondere Betonung auf Stablecoins Der Bericht legt besonderen Wert auf Stablecoins. Als erstes wird ein spekulatives und risikoreiches Szenario namens „Run auf einen reservegestützten Stablecoin“ genannt. Dies ist verständlich, da die Reserven von Stablecoins aus staatlichen und privaten Anleihen, Aktien, Fiat-Währungen und anderen herkömmlichen Vermögenswerten bestehen können. Das ESRB weist auf den Mangel an Transparenz in Bezug auf diese Vermögenswerte hin und nennt das Beispiel von Tether, dessen Marktkapitalisierung auf 83 Milliarden US-Dollar gestiegen ist, während nur wenige Details über die Reserven bekannt sind.
Die Aufsichtsbehörden stellen auch fest, dass die bevorstehende pan-europäische Gesetzgebung für Krypto-Assets (MiCA) in Bezug auf Maßnahmen im Zusammenhang mit sogenannten „Krypto-Asset-Konglomeraten“ unzureichend ist. In der Definition des ESRB beziehen sich Konglomerate auf Kryptounternehmen, die verschiedene Arten von Aktivitäten (wie Verwahrung und Handel) unter einem Dach ausführen, wie zum Beispiel Binance. Die Kombination dieser Aktivitäten birgt Risiken, und die Aufsichtsbehörde fordert Regulierungsbehörden auf, Krypto-Asset-Konglomerate zu untersuchen. Es ist erwähnenswert, dass solche Empfehlungen immer noch wesentlich moderater sind als die Forderungen der US-Regulierungsbehörden, kombinierte Aktivitäten im Kryptosektor anzugehen.
Der IWF warnt: Die Nutzung von Krypto in Nepal wächst trotz Verbot
Die Nutzung von Kryptowährungen in Nepal nimmt weiter zu, trotz eines seit 2021 geltenden gesetzlichen Verbots.
Zwei US-Bundesstaaten planen Verbot von Krypto-Geldautomaten
Delaware und New Jersey arbeiten an einem Verbot von Krypto-ATMs nach starkem Anstieg von Betrug an den Kiosken.
Chainalysis unterstützt Südkorea im Kampf gegen Krypto-Kriminalität
Chainalysis gab am Mittwoch bekannt, ein Memorandum of Understanding (MoU) mit der Koreanischen Nationalpolizei (KNPA) unterzeichnet zu haben.
Meist gelesen
XRP-Investoren verkaufen verstärkt mit Verlust – ein positives Zeichen
XRP-Investoren verkaufen zunehmend mit Verlust, ein Signal, das laut On-Chain-Daten häufig in der Nähe von Tiefpunkten auftritt.
Krypto Update: Bitcoin-Kurs fällt nach dramatischer Iran-Entscheidung
Der Bitcoin-Kurs ist um mehrere Prozent gesunken nach dem Verkauf von Strategy und sehr schlechten Nachrichten über den Iran-Krieg. Das ist wichtig zu wissen.
Elon Musks Grok prognostiziert XRP-Kurs für 30. Juni 2026
AI-Chatbot Grok geht davon aus, dass der XRP-Kurs Ende Juni zwischen 1,15 und 1,35 Dollar liegen wird. Zunächst muss der Coin einen Boden finden.
