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Am 7. April kamen die Minister der Europäischen Union in Luxemburg zusammen, um den eskalierenden Handelskrieg mit den Vereinigten Staaten zu besprechen. Die europäischen Führungskräfte waren sich einig, dass sie Verhandlungen dem direkten Konfrontationskurs mit den von Präsident Donald Trump verhängten Importzöllen vorziehen.
Im Vergleich zu Ländern wie China – das scharf auf die US-Zölle reagierte – äußert sich die EU zurückhaltender. Dennoch verfolgt sie eine klare Strategie: Diplomatie an erster Stelle, aber mit dem Bewusstsein, dass auch entschlossenes Handeln nötig sein könnte.
Die Europäische Kommission signalisierte ihre Bereitschaft, über ein sogenanntes „Zero-for-Zero“-Zollabkommen für Industriegüter zu verhandeln. Dies würde auf eine gegenseitige Abschaffung der Einfuhrzölle zwischen der EU und den USA hinauslaufen. Der Vorschlag deckt sich mit früheren Aussagen von Elon Musk, der ebenfalls für 0 % Zölle zwischen den beiden Wirtschaftsmächten plädiert.
Gleichzeitig betonten europäische Spitzenpolitiker, dass sie einseitige Maßnahmen der USA nicht kampflos hinnehmen werden. Falls nötig, seien sie bereit, Vergeltungsmaßnahmen zu ergreifen. Die Botschaft ist klar: verhandeln, wo möglich – aber nicht einknicken.
Als Antwort auf die US-Einfuhrzölle auf Stahl und Aluminium bereitet die EU ein erstes Vergeltungspaket vor, das sich auf amerikanische Produkte im Wert von 28 Milliarden US-Dollar bezieht. Die Lage wird zusätzlich dadurch erschwert, dass nicht alle EU-Staaten gleichermaßen betroffen sind. So äußerten Frankreich und Italien Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf ihre Wein- und Spirituosenindustrie, da Trump mit einem Gegenzoll von 200 % auf europäischen Alkohol droht – als Reaktion auf eine mögliche EU-Abgabe von 50 % auf amerikanischen Bourbon.
Bis Ende April wird ein erweitertes Maßnahmenpaket der EU erwartet, das unter anderem die US-Autoindustrie sowie das Prinzip wechselseitiger Zölle ins Visier nimmt. Gleichzeitig gibt es warnende Stimmen, die vor zu aggressiven Gegenreaktionen warnen. US-Unternehmen könnten sich dadurch von Investitionen in Europa abschrecken lassen – mit potenziell langfristig negativen Folgen für das Wirtschaftswachstum in der Region.
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