Ethereum, Cardano, Avalanche, XRP, Chainlink und Dogecoin sind in den letzten 24 Stunden um mehr als 20 % gefallen, nachdem US-Präsident Donald Trump neue Importzölle angekündigt hatte. Der Kryptomarkt wurde durch die erste Runde von Handelszöllen auf Importe aus China, Kanada und Mexiko erheblich erschüttert.
Ethereum stürzt innerhalb einer Stunde um 16 % ab
Ethereum, die zweitgrößte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung, fiel innerhalb einer Stunde um 16 % auf 2.368 $ am 3. Februar gegen 03:00 Uhr nachts. Seitdem hat sich der Kurs leicht auf 2.559 $ erholt, liegt jedoch immer noch 37 % unter dem Höchststand von 4.078 $, der am 17. Dezember 2024 erreicht wurde – etwa sechs Wochen nach Trumps Wahlsieg.
In der Zwischenzeit sind auch andere große Altcoins wie Avalanche, XRP, Chainlink und Dogecoin in den letzten 24 Stunden um mehr als 20 % gefallen. Dies trug zu einem Rückgang von 11,4 % der gesamten Marktkapitalisierung der Kryptowährungen bei, die nun bei 3,17 Billionen $ liegt, laut Daten von CoinGecko.
Angst steigt auf dem Kryptomarkt
Markus Thielen, Gründer von 10x Research, sagte gegenüber Cointelegraph: „Der starke Rückgang der Altcoins spiegelt eine Welle von Stop-Loss-Auslösungen in Kombination mit einem Mangel an Käufern unter den Einzelhandelsinvestoren wider.“ Laut Thielen waren die Handelsvolumina in den letzten Wochen bereits gesunken, was auf ein nachlassendes Interesse und Vertrauen unter den Investoren hinweist.
Obwohl der Markt wusste, dass Trumps Zölle bevorstehen würden, waren sie noch nicht vollständig eingepreist, da sich die Investoren in der vergangenen Woche hauptsächlich auf die Nachrichten rund um DeepSeek konzentrierten, so Thielen.
Er warnt, dass der Markt nun mit einer „langfristigen Unsicherheit“ konfrontiert sein könnte, anstatt mit einem kurzfristigen Schock. Ob die Unterstützungszonen standhalten, wird weitgehend von der Performance der US-Aktienmärkte am 3. Februar abhängen.
Mehr Volatilität auf dem Kryptomarkt
Handelszölle und protektionistische Maßnahmen verursachen oft Unsicherheit auf den Finanzmärkten. Anleger könnten ihre risikobehafteten Vermögenswerte – einschließlich Altcoins – verkaufen, was zu starken Preisschwankungen führt. Bitcoin, das oft als „digitales Gold“ angesehen wird, könnte davon weniger betroffen sein als Altcoins.
Vorläufig bleibt abzuwarten, wie der Markt diesen Schlag verarbeitet und ob die angekündigten Zölle weitere wirtschaftliche Unsicherheit in den traditionellen und digitalen Finanzmärkten verursachen werden.
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