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Der Shiba-Inu-Kurs (SHIB) ist binnen kurzer Zeit um 36 Prozent gestiegen, ohne dass es dafür einen klaren Auslöser zu geben scheint. Innerhalb eines Tages kamen rund 1 Milliarde Dollar an Marktwert hinzu, während aus dem Shiba-Inu-Ökosystem weder größere Ankündigungen noch andere auffällige Entwicklungen bekannt wurden.

Die auffällige Rally dürfte vor allem von Privatanlegern getragen worden sein. Handelsdaten deuten zudem darauf hin, dass insbesondere Investoren aus Südkorea eine wichtige Rolle spielten.

SHIB-Kurs schießt nach oben

Südkoreanische Anleger dürften hinter dem Kurssprung stehen

Handelsdaten legen nahe, dass der auffällige Anstieg vor allem von Anlegern in Südkorea angetrieben wurde. Auf der Kryptobörse Upbit entfiel auf das Handelspaar SHIB/KRW ein Volumen von rund 62 Millionen Dollar, mehr als zehn Prozent des weltweiten Gesamtvolumens. Bemerkenswert ist, dass SHIB dort mit einem leichten Aufschlag gegenüber internationalen Börsen wie Binance gehandelt wurde – ein Hinweis auf überdurchschnittlichen Kaufdruck.

Südkoreanische Privatanleger sind seit Langem dafür bekannt, bei beliebten Altcoins plötzliche Kursausbrüche auszulösen. Auch die Kursbewegung von Shiba Inu passt in dieses Muster. Der erste Anstieg setzte am Samstagabend ein, danach konsolidierte der Kurs mehrere Stunden. Während der asiatischen Handelssitzung folgte anschließend eine zweite kräftige Aufwärtsbewegung.

Auffällig ist, dass eine vergleichbare Rally bei anderen Memecoins ausblieb. Dogecoin (DOGE) legte im selben Zeitraum um rund sechs Prozent zu, kleinere Memecoins kamen auf Gewinne von höchstens zehn Prozent. Das spricht dafür, dass sich die Kaufwelle vor allem auf Shiba Inu konzentrierte und nicht auf den Memecoin-Markt insgesamt.

Short-Seller hart getroffen

Der plötzliche Kurssprung führte auch bei Händlern, die auf fallende SHIB-Kurse gesetzt hatten, zu deutlichen Verlusten. Marktdaten zufolge wurden SHIB-Positionen im Wert von rund 6 Millionen Dollar liquidiert, davon entfielen etwa 5 Millionen Dollar auf Short-Positionen.

Dennoch scheinen diese erzwungenen Positionsschließungen die Rally nicht ausgelöst zu haben. Die meisten Liquidationen erfolgten erst, nachdem der Kurs bereits deutlich gestiegen war, und waren Analysten zufolge zu gering, um einen Anstieg von 36 Prozent zu erklären.

Shiba Inu wurde 2020 von dem anonymen Entwickler Ryoshi als Ethereum-Token gestartet und positionierte sich damals als „Dogecoin-Killer“. Inzwischen verfügt das Projekt über ein eigenes Layer-2-Netzwerk, Shibarium, und ein breiteres Ökosystem.

Trotz dieser Entwicklungen wird der SHIB-Kurs weiterhin vor allem vom Sentiment unter Privatanlegern bestimmt. Dadurch können auch ohne klaren Auslöser plötzliche und starke Kursbewegungen entstehen, wie die Rally am Sonntag.

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