Gestern erlebte der Kryptomarkt erneut einen Rückgang. Die Kurse fielen weiter und es kam zu erheblichen Kapitalabflüssen bei börsennotierten Kryptofonds. Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) verloren zusammen mehr als eine halbe Milliarde Dollar an der Wall Street.
Erwarteter Rückschlag für BTC und ETH
Es sah danach aus, als könnte gestern endlich mal wieder ein positiver Tag werden. Nach einem Tief von 65.700 Dollar erholte sich der Bitcoin-Kurs auf fast 68.400 Dollar.
Viele Analysten wagten einen optimistischen Blick in die Zukunft, bis die Glocke in New York läutete. Nach Börsenöffnung fiel der Kurs rasant. Der Aktienmarkt begann mit tiefroten Zahlen, auch Gold und Silber verzeichneten starke Verluste.
Für Bitcoin war es der vierte aufeinanderfolgende Verlusttag. Der Kurs erreichte mit etwa 65.000 Dollar den tiefsten Stand seit letztem Freitag. Der Fear and Greed Index, ein bekannter Stimmungsindikator, zeigt seit einiger Zeit „extreme Angst“ an, doch gestern wurde der bisher niedrigste Wert erreicht.
Eine erhebliche ETF-Abfluss war daher zu erwarten.
Die Bitcoin-Fonds schlossen mit einem Verlust von 410,37 Millionen Dollar und die Ethereum-Fonds verloren 113,10 Millionen Dollar.
BlackRock musste die meisten Bitcoins abstoßen mit einem Abfluss von 157,56 Millionen Dollar. Fidelity verzeichnete bei Ethers den größten Abfluss mit einem Minus von 42,52 Millionen Dollar.
Auch die XRP-Fonds erlebten mehr Abflüsse als Zuflüsse. Daten von SoSoValue zeigen, dass 6,42 Millionen Dollar abgezogen wurden. Es ist erst der vierte Tag mit Abflüssen seit dem Start Mitte November. Die Solana-Fonds konnten jedoch noch 2,70 Millionen Dollar anziehen.
Der Nachmittag wird entscheidend
Solange die ETFs keine stabilen Zuflüsse verzeichnen, scheint eine nachhaltige Erholung noch in weiter Ferne. Vielleicht erhält das Sentiment heute einen Impuls durch die neuen Inflationszahlen, die um 14:30 Uhr in den USA veröffentlicht werden.
Je niedriger die Inflation, desto besser. Dann muss sich die Zentralbank weniger Sorgen machen und könnte die Zinsen schneller senken. Günstigeres Geld wirkt als Antrieb für risikoreiche Anlagen.
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