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Morgan Stanley, eine der größten Banken weltweit, hat ihre Bewerbung für ein eigenes Bitcoin-Börsenfonds stark aufgewertet. Die US-Investmentbank enthüllte am Mittwoch das Tickersymbol, fügte einen dritten Verwahrer hinzu und kündigte bereits Rabatte an, um Investoren letztlich zu überzeugen.
Dieser Schritt bringt den Bankriesen, der etwa 9,3 Billionen Dollar an Kundenvermögen verwaltet, einem ersten eigenen Krypto-Fonds näher.
Der Morgan Stanley Bitcoin Trust wird unter dem Ticker MSBT an der NYSE Arca notiert. Das geht aus einem geänderten S-1 Antrag bei der Securities and Exchange Commission (SEC), der US-Börsenaufsicht, hervor.
Es ist bereits die zweite Änderung seit der ersten Einreichung am 6. Januar. Auch für Ethereum (ETH) und Solana (SOL) sollen Börsenfonds auf den Markt gebracht werden, allerdings gab es dort noch keine Änderungen.
Mit der Aktualisierung fügt die Bank Fidelity zur Liste der Verwahrer hinzu. Zuvor wurden bereits die Bank of New York Mellon und Coinbase Custody benannt. Insgesamt überwachen nun drei Parteien die Bitcoins im Fonds. Der Großteil wird in sogenannter Cold Storage aufbewahrt, wobei die digitalen Schlüssel vollständig offline bleiben.
Um Investoren zu überzeugen, bietet Morgan Stanley einen großzügigen Anreiz: Für die ersten 5 Milliarden Dollar Einlage werden sechs Monate lang keine Verwaltungsgebühren erhoben. Die Höhe der Standardgebühr danach ist noch nicht bekannt. BlackRock und Fidelity berechnen für ihre Bitcoin-Fonds jeweils 0,25 Prozent.
Die Bank wartet jedoch noch auf das grüne Licht der SEC. Unter den generischen Notierungsregeln der Aufsichtsbehörde könnte das Fonds innerhalb weniger Wochen aktiviert werden. Derzeit liegen über 126 Krypto-ETF-Anträge bei der SEC vor.
Im Januar 2024 wurden eine Reihe von Bitcoin-ETFs lanciert, die derzeit mehr als 90 Milliarden Dollar verwalten.
Ein bemerkenswerter Schritt, denn Morgan Stanley bietet nur eine Handvoll Fonds unter eigenem Namen an. Die Bank hat rund zwanzig ETFs im Portfolio, jedoch tragen nur zwei davon den Namen Morgan Stanley. Die Mehrheit läuft unter Tochtermarken wie Calvert, Eaton Vance und Parametric.
Wenn das Fonds genehmigt wird, wäre MSBT das erste Bitcoin-Fonds, das von einer großen US-Bank ausgegeben wird. Bisher überließen Banken dies Vermögensverwaltern wie BlackRock und Fidelity und verdienten vor allem an der Weiterveräußerung fremder Produkte. Mit einem eigenen ETF kassiert Morgan Stanley künftig selbst die Verwaltungsgebühren.
Das ist nicht das einzige Motiv. Jeff Park, Leiter der Investitionen bei ProCap, betonte, dass ein solches Fonds auch ein strategisches Signal sendet. Es zeigt Kunden und dem Markt, dass die Bank Krypto ernst nimmt. Das könnte helfen, jüngere Anleger zu gewinnen und die Tochterplattform E*Trade zu stärken.
Im September letzten Jahres bestätigte Morgan Stanley, dass Millionen von E*Trade-Kunden ab der ersten Jahreshälfte direkt in Bitcoin, Ethereum und Solana handeln können.
„Wir müssen das wirklich intern aufbauen. Wir können nicht einfach die Technologie mieten, um das zu tun“, sagte Amy Oldenburg, Leiterin digitale Assets, auf einer Bitcoin-Konferenz in Las Vegas.
Seit Anfang 2026 dürfen die über 15.000 Finanzberater der Bank aktiv Bitcoin-ETFs Kunden empfehlen, anstatt darauf zu warten, dass Kunden danach fragen.
Die Bitcoin-ETFs in den USA verwalten inzwischen Vermögen in Höhe von mehreren Dutzend Milliarden Dollar. Diese Woche stiegen die verwalteten Gesamtwerte auf 96,7 Milliarden Dollar, nach sieben Tagen in Folge mit Zuflüssen. Konkurrenten wie Goldman Sachs und JPMorgan sind zwar im Krypto-Bereich aktiv, bieten jedoch noch keinen eigenen ETF an. Sollte Morgan Stanley die erste Bank sein, die dies tut, könnte das den Markt deutlich beleben.
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