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Die Welt der traditionellen Finanzen und der Kryptowährungen rückt erneut näher zusammen. In den USA steigt nun auch der Bankgigant Morgan Stanley in das Rennen um eigene Kryptofonds ein. Die Bank plant börsengehandelte Fonds für Bitcoin (BTC) und Solana (SOL).
Morgan Stanley hat bei der US-amerikanischen Securities and Exchange Commission (SEC) eine Antrag auf Zulassung von Spot-Exchange-Traded Funds (ETFs) für sowohl Bitcoin (BTC) als auch Solana (SOL) gestellt. Damit will die Bank als erste große US-Finanzinstitution selbst Krypto-ETFs für Investoren anbieten.
Laut offiziellen Dokumenten plant Morgan Stanley, direkten Zugang zu diesen digitalen Coins zu bieten. Die Fonds werden die zugrunde liegenden Tokens physisch halten, wie es bei Spotfonds üblich ist.
Der Preis wird täglich basierend auf den Kursdaten großer Kryptobörsen bestimmt. Damit folgt die Bank dem Weg, den zuvor erfolgreiche Akteure wie BlackRock eingeschlagen haben.
Die Produkte werden die Namen Morgan Stanley Bitcoin Trust und Morgan Stanley Solana Trust tragen und von Morgan Stanley Investment Management verwaltet. Das Tickersymbol der Fonds wurde noch nicht bekanntgegeben.
Der Schritt von Morgan Stanley ist Teil eines größeren Trends unter US-Großbanken. Während diese früher hauptsächlich als Verwahrer digitaler Vermögenswerte fungierten, bewegen sie sich nun zunehmend in Richtung einer aktiven Rolle als Anbieter von Kryptoinvestitionen.
So hat die Bank of America Anfang dieses Jahres Kryptoallokationen in Kundenportfolios ermöglicht. Es wird erwartet, dass weitere Banken diesem Beispiel bald folgen, insbesondere da Krypto wieder als alternative Anlageklasse an Bedeutung gewinnt.
Ein wesentlicher Treiber ist die sich ändernde US-Regulierung. Unter der aktuellen Trump-Regierung wurde der rechtliche Rahmen für digitale Vermögenswerte klarer und günstiger.
So vereinfachte die SEC im September 2025 den Genehmigungsprozess für Krypto-ETFs, indem sie allgemein gültige Zulassungsregeln einführte, die Anträge einfacher und schneller machen.
Zudem trat im Juli 2025 der Genius Act in Kraft, der eine Innovationswelle bei Banken auslöste. Dieses Gesetz bietet Klarheit über die Ausgabe von Stablecoins.
Seitdem hat JPMorgan die JPM Coin eingeführt. Diese Coin ähnelt einem Stablecoin, ist aber genauer gesagt ein sogenannter Einlagen-Token. Das bedeutet, dass sie eine digitale Repräsentation bestehender Bankeinlagen ist, die direkt über die Blockchain handelbar sind.
Mit diesem Schritt bewegt sich Morgan Stanley in einem schnell wachsenden und wettbewerbsintensiven Markt. Spot-Bitcoin-ETFs in den USA verwalten inzwischen Vermögenswerte im Wert von über 120 Milliarden Dollar.
Das Bitcoin-Fonds von Konkurrent BlackRock gilt als die erfolgreichste ETF-Einführung aller Zeiten und hat sich in kurzer Zeit zu einer wichtigen Einnahmequelle für den Vermögensverwalter entwickelt.
Mit seinen eigenen ETFs will Morgan Stanley nicht nur vom Erfolg profitieren, sondern auch konkurrieren, indem die Produkte direkt in die bestehenden Anlagedienste für Kunden integriert werden.
Bereits im September wurde bekannt, dass Morgan Stanley seinen Millionen Kunden über die Plattform E*Trade direkten Zugang zu Bitcoin, Ethereum (ETH) und Solana bietet. Damit gehört die US-Megabank zu den ersten großen Finanzinstitutionen, die Krypto-Lösungen in ihre Retail-Investmentplattform integrieren.
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