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Heute verspricht ein bedeutender Tag für die Finanzmärkte zu werden. Der US-Dollar hält die Gewinne der vergangenen Woche weitgehend fest, während KI-Aktien vor dem Börsendebüt von SpaceX am Freitag erneut unter Druck stehen.
Auch Oracle legt nach Börsenschluss Quartalszahlen vor. Als bedeutender Akteur in der Tech-Welt und der KI-Infrastruktur könnte das für zusätzliche Bewegung im Technologiesektor sorgen.
Trotzdem dreht sich heute alles um ein Thema: die Inflation.
Heute um 14:30 Uhr werden die US-Inflationsdaten veröffentlicht. Es wird erwartet, dass die Kern-CPI zum ersten Mal seit Mai 2023 wieder über 4,0 Prozent liegt.
Die Kerninflation wird voraussichtlich 2,8 Prozent im Jahresvergleich betragen, mit einem Anstieg von 0,22 Prozent im Monatsvergleich.
Für die Märkte ist insbesondere die Kerninflation von Bedeutung. Darin sind die volatilen Energiepreise nicht enthalten, was diesen Indikator zu einem besseren Maßstab dafür macht, ob sich der Inflationsdruck auf die restliche Wirtschaft ausbreitet.
Wenn die CPI-Daten heute hoch ausfallen und der Erzeugerpreisindex morgen dasselbe Bild bestätigt, könnte dies erneut den US-Dollar stützen.
In diesem Szenario könnten Aktien, Gold und Bitcoin (BTC) wahrscheinlich erneut unter Druck geraten.
Dies würde der Federal Reserve weniger Spielraum geben, die Zinsen zu senken. Derzeit beginnt der Markt sogar, eine Zinserhöhung gegen Ende des Jahres in Betracht zu ziehen.
Dies ist eine erhebliche Wende im Vergleich zu Anfang des Jahres, als Anleger noch hauptsächlich auf Zinssenkungen setzten.
Die realen Zinsen in den USA sind in den vergangenen sechs Wochen um etwa 0,60 Prozentpunkte gestiegen. Das ist der inflationsbereinigte Zinssatz, was im Grunde genommen bedeutet, dass Kapital teurer geworden ist.
Das ist günstig für den US-Dollar, aber ungünstig für Anlagen, die keine Zinsen abwerfen, wie Gold und Bitcoin. Gerade diese Anlagen profitierten zuvor von der Annahme, dass die Fed letztendlich dem politischen Druck aus dem Weißen Haus nachgeben würde.
Das war der Kern der Dollar-Debasement-Trade. Die Erwartung, dass Donald Trump die Zentralbank zu niedrigeren Zinsen drängen würde, was den Dollar schwächen und alternative Wertspeicher begünstigen würde.
In den letzten Wochen mehren sich die Anzeichen, dass die Federal Reserve möglicherweise mit einer Zinserhöhung auf den neuen Inflationsschock reagieren muss.
Das ist schmerzhaft für die Debasement-Trade. Diese ging von einem schwächeren Dollar, niedrigeren realen Zinsen und mehr Spielraum für Gold und Bitcoin aus. Jetzt droht das gegenteilige Szenario: Ein stärkerer Dollar, höhere reale Zinsen und weniger Liquidität für risikobehaftete Anlagen.
Für Bitcoin liegt der Fokus auf 60.000 Dollar. Dieses Niveau fungiert als psychologische und technische Unterstützung. Fällt Bitcoin deutlich darunter, könnte dies zusätzlichen Verkaufsdruck auslösen.
Für Gold liegt ein wichtiges Niveau bei etwa 4.100 Dollar. Auch dort könnte ein Bruch der Unterstützung weitere Abflüsse aus der Debasement-Trade anzeigen.
Wenn beide Niveaus unterschritten werden, könnte dies ein Signal dafür sein, dass Kapital weiter in Richtung US-Dollar und dollarbasierte Geldmarktprodukte zurückfließt.
Alles scheint sich derzeit um künstliche Intelligenz zu drehen. Wer nicht mitzieht, verliert nach Ansicht des Kolumnisten den Anschluss.
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