Das Kalenderblatt wird umgeschlagen und es steht eine aufregende Woche für Bitcoin (BTC) bevor. Von Handelsnachrichten und geopolitischen Spannungen bis hin zu makroökonomischen Zahlen und wichtigen Quartalsergebnissen – die Agenda ist vollgepackt, was den Bitcoin-Kurs erheblich beeinflussen könnte.
Rückkehr des Handelskriegs?
Der Bitcoin-Kurs hat die neue Woche mit einem dramatischen Einbruch begonnen. Innerhalb von weniger als zwei Stunden fiel er von 67.600 Dollar auf ein Tief von 64.400 Dollar. Ein Rückgang von fast 5 Prozent, ausgelöst durch Donald Trumps Entscheidung, die globalen Importzölle von 10 auf 15 Prozent zu erhöhen.
Der amerikanische Präsident verkündete diese Maßnahme am vergangenen Samstag, einen Tag nachdem das Oberste Gericht Trumps Nutzung eines Notstandsgesetzes zur Verhängung wechselseitiger Zölle gestoppt hatte. Nun nutzt er ein Gesetz, das ihm erlaubt, für 150 Tage einen Handelszoll zu erheben.
Es ist wahrscheinlich, dass wir im Laufe der Woche noch mehr darüber hören werden. Laut Washington bleiben bestehende Handelsabkommen weiterhin in Kraft, jedoch wurde gestern bekannt, dass der Handelschef des Europäischen Parlaments das Abkommen vorübergehend einfrieren möchte.
Verhandlungen USA-Iran
Ein weiteres Thema, das als dunkle Wolke über dem Markt schwebt, sind die heftigen Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und Iran. Diese haben sich in den letzten Wochen aufgrund gegensätzlicher Interessen bezüglich Irans Nuklearprogramm stark zugespitzt.
In der vergangenen Woche wurde in Genf ein „erster Schritt“ zu einem Abkommen unternommen. Gleichzeitig erhöhen die USA den Druck durch eine massive Ausweitung ihrer Militärpräsenz im Nahen Osten – die größte Truppenverlagerung seit der Invasion im Irak 2003.
Am Wochenende wurde bekannt, dass die USA angeblich einer entscheidenden Forderung Teherans zugestimmt haben, die Urananreicherung fortzusetzen. Beide Länder arbeiten an einem „schnellen Deal“, und am kommenden Donnerstag findet eine neue Gesprächsrunde in der Schweiz statt.
Nvidia legt neue Quartalszahlen vor
Der Mittwoch dürfte der entscheidendste Tag der Woche sein. An diesem Tag veröffentlicht der Chiphersteller Nvidia, das wertvollste Unternehmen der Welt, seine Quartalszahlen. Künstliche Intelligenz (KI) ist der Haupttreiber der Wall-Street-Hausse, und Bitcoin zeigt in der Regel eine starke Korrelation mit Tech-Aktien.
Makroökonomische Zahlen
Darüber hinaus werden wir eine Reihe von makroökonomischen Daten erhalten.
Am Dienstag wird der Consumer Confidence Index aus den USA veröffentlicht. Dieser bedeutende monatliche Indikator misst den Optimismus oder Pessimismus der Verbraucher in Bezug auf die Wirtschaft, Beschäftigung und ihre persönlichen Finanzen.
Am Donnerstag werden die wöchentlichen Arbeitslosenanträge veröffentlicht, und am Freitag folgt der Produzentenpreisindex (PPI). Der PPI misst die Preisveränderungen der Produzenten und ist damit ein wichtiger Frühindikator für die Verbraucherpreisinflation. Niedrigere Zahlen wären wünschenswert, da sie der Zentralbank einen Anreiz geben könnten, die Zinsen schneller zu senken.
Seltenes Signal: Bitcoin war gegenüber Gold noch nie so günstig
Bitcoin ist im historischen Vergleich zu Gold so günstig bewertet wie nie zuvor. Beim letzten Mal folgte eine Rally von 660 Prozent. Wiederholt sich die Geschichte?
Japanisches Unternehmen mit 43.000 Bitcoin prüft neue Rolle für seine Reserve
Metaplanet prüft Bitcoin als Sicherheit für Kreditprodukte und will den japanischen Kreditmarkt zugänglicher und effizienter machen.
Bitcoin-Kurs seit 307 Tagen in Handelsspanne: Nur zwei Phasen dauerten länger
Seit gut 300 Tagen steckt Bitcoin zwischen 60.000 und 70.000 Dollar fest. Was bedeutet das für den Kurs der größten Kryptowährung?
Meistgelesen
Analyst: XRP wird bald neue Millionäre hervorbringen
Eine auffällige Prognose zu XRP sorgt in der Community rund um den Coin für heftige Diskussionen.
SWIFT drängt in Ripples Kernmarkt: Gerät XRP unter Druck?
Das Zahlungsnetzwerk SWIFT baut eine eigene Blockchain auf – ausgerechnet in dem Bereich, auf den Ripple mit XRP seit Jahren setzt. Was bedeutet das?
Kann XRP auf 10.000 bis 50.000 Dollar steigen? ChatGPT erklärt, warum es möglich ist
Südkorea will auch kleine Kryptotransaktionen überwachen. Der Vorschlag soll Geldwäsche verhindern und internationale Vorschriften stärken.
