Am Dienstagabend wurde bekannt, dass der ehemalige CEO des Kryptoprojekts Safemoon sein Urteil erhalten hat. Das Gericht verhängte eine lange Gefängnisstrafe sowie eine hohe Rückzahlungssumme. Auch wenn der Ex-CEO wohl der wichtigste Verdächtige war, sind noch nicht alle Beteiligten wegen der betrügerischen Praktiken verurteilt.
100 Monate Haft und 7,5 Millionen Dollar zurückzahlen
Drei Jahre nach den ersten Anklagen gegen die Verantwortlichen des Safemoon-Projekts ist nun das wichtigste Urteil gefällt worden. Das Gericht in New York verurteilte den ehemaligen CEO Braden John Karony zu einer Gefängnisstrafe von 100 Monaten, also über acht Jahren. Zusätzlich muss er 7,5 Millionen Dollar an die Opfer zurückzahlen und zwei Immobilien abtreten.
Laut Staatsanwaltschaft hat er sich verschiedener schwerwiegender Delikte schuldig gemacht. Er log Investoren an und täuschte Tausende Menschen. Mit dem ergaunerten Geld kaufte er Häuser, Sportwagen und exklusive Trucks.
Karony soll bei der Manipulation des Preises der Kryptowährung geholfen und illegal die Kontrolle über den Liquiditätspool erlangt haben. So konnte er Millionen von Dollar unbemerkt stehlen und für seinen luxuriösen Lebensstil nutzen.
Neben Karony waren weitere Personen an dem Projekt beteiligt. So bekannte sich Thomas Smith bereits im Februar letzten Jahres schuldig, wartet jedoch noch auf seine Verurteilung. Auch Kyle Nagy war in das SafeMoon-Projekt involviert, wird aber weiterhin von den US-Behörden gesucht.
Safemoon: Von großer Hype zur Investorenkatastrophe
Das Krypto-Projekt SafeMoon wurde im März 2021 auf der Binance Smart Chain gestartet. Durch soziale Medien entwickelte sich schnell ein enormer Hype, wodurch die Kryptowährung rasch eine Marktkapitalisierung von über 10 Milliarden Dollar erreichte. Besonders die Funktionsweise des Projekts erregte Aufmerksamkeit.
Es wurde eine Gebühr von 10 Prozent erhoben, wenn verkauft wurde, was dazu führte, dass kaum jemand seine Coins einfach so verkaufte. Bei einem Verkauf gingen 5 Prozent an die bestehenden Besitzer und 5 Prozent in den Liquiditätspool. Für die Besitzer der Coins war es daher besonders attraktiv, nichts zu verkaufen.
Einige Monate nach dem Start kamen die ersten Zweifel auf. Die Kommunikation des Projekts war vage, und es war unklar, wer dahinterstand. Das Team hinter SafeMoon versprach viel, doch die tatsächliche Umsetzung wurde immer weiter verzögert. Schließlich brach das Vertrauen in den Jahren 2022 und 2023 völlig zusammen.
Investoren, die behaupteten, sie seien getäuscht worden, reichten Klagen gegen die Verantwortlichen des Projekts ein. Gleichzeitig kam es zu internen Streitigkeiten, und der Kurs fiel weiter, auch bedingt durch den Bärenmarkt.
Schließlich klagte die Staatsanwaltschaft die Verantwortlichen hinter SafeMoon an. Sie sollen Gelder aus dem Liquiditätspool missbraucht, Investoren getäuscht und Millionen Dollar in persönliche Luxusausgaben investiert haben.
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