Während Donald Trump weltweit stark auf Handelskonflikte und Zölle setzt, geschieht in der Kryptowelt das genaue Gegenteil. Seine Regierung hat beschlossen, das Krypto-Durchsetzungsteam des US-Justizministeriums (DOJ) mit sofortiger Wirkung aufzulösen. Eine bemerkenswerte Entscheidung, die sich in eine insgesamt bullishe Haltung gegenüber digitalen Währungen einfügt.
Eine „verantwortungslose Strategie“ unter Biden
Das Team, offiziell als National Cryptocurrency Enforcement Team (NCET) bekannt, wurde unter dem ehemaligen Präsidenten Joe Biden ins Leben gerufen, um kriminelle Aktivitäten mit digitalen Vermögenswerten gezielt zu bekämpfen. Es wurde im Oktober 2021 angekündigt und nahm Anfang 2022 offiziell seine Arbeit auf.
Der Fokus lag auf Plattformen, die möglicherweise in Geldwäsche oder andere Finanzverbrechen verwickelt waren. Und das hat man deutlich gespürt: Zahlreiche Krypto-Unternehmen gerieten durch die Maßnahmen des NCET unter starken Druck.
Laut einer internen Mitteilung, die dem Nachrichtenportal Fortune vorliegt, wurde das Team nun offiziell aufgelöst. Die Memo stammt von Todd Blanche, dem stellvertretenden Justizminister und ehemaligen Anwalt von Trump. Darin heißt es unmissverständlich, dass das Justizministerium keine Aufsichtsbehörde für digitale Vermögenswerte sei und dass die vorherige Regierung eine „verantwortungslose Strategie der Regulierung durch Strafverfolgung“ verfolgt habe.
Trump und Krypto
Mit der Auflösung des Teams sendet Trump ein klares Signal: Er verfolgt einen ganz anderen Ansatz bei der Regulierung von Kryptowährungen. Und das kommt nicht ganz überraschend. Trump präsentiert sich zunehmend als überzeugter Unterstützer digitaler Währungen. Mehr noch, er ist selbst aktiv involviert. So hat er seine eigene Memecoin – den TRUMP Token – herausgebracht und ist indirekt am dezentralen Finanzprojekt (DeFi) World Liberty Finance (WLFI) beteiligt. Es ist offensichtlich, dass Krypto eine immer größere Rolle in seiner politischen und finanziellen Agenda einnimmt.
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