SpaceX, das Raumfahrtunternehmen von Elon Musk, strebt ernsthaft einen Börsengang an, der in die Geschichtsbücher eingehen könnte. Laut Quellen, die mit dem Prozess vertraut sind, führt SpaceX Gespräche mit vier Schwergewichten der Wall Street – Bank of America, Goldman Sachs, JPMorgan Chase und Morgan Stanley –, um einen möglichen Börsengang zu begleiten.
Sollten die Pläne verwirklicht werden, könnte dies nicht nur der größte Börsengang aller Zeiten werden, sondern auch ein wichtiges Signal für das allgemeine Risikosentiment auf den Finanzmärkten senden.
Eine alles übersteigende Bewertung
SpaceX gilt seit Jahren als das wertvollste privat geführte Unternehmen der Welt. Im Dezember sprach das Unternehmen mit Investoren über einen privaten Aktienverkauf zu einer Bewertung von etwa 800 Milliarden Dollar, was einer Verdopplung im Vergleich zu früheren Runden von etwa 400 Milliarden Dollar entspricht.
Ein Börsengang auf diesem Niveau könnte bedeuten, dass SpaceX auf einen Schlag den Rekord von Saudi Aramco brechen könnte, das 2019 rund 29 Milliarden Dollar einnahm. Analysten gehen davon aus, dass SpaceX bei einer öffentlichen Notierung Dutzende Milliarden Dollar einwerben könnte.
Diese enorme Bewertung basiert auf zwei Säulen: der dominanten Position von SpaceX bei kommerziellen Raketenstarts und Starlink, dem Satelliteninternetnetzwerk, das weltweit schnell wächst und zunehmend strategische Bedeutung erlangt.
Timing: Erholung des IPO-Marktes
Der mögliche Börsengang von SpaceX fügt sich in eine breitere Erholung des US-amerikanischen IPO-Marktes ein. Nach einer fast dreijährigen Phase, in der Börsengänge aufgrund von Zinserhöhungen, geopolitischen Spannungen und Volatilität verschoben wurden, füllt sich die Pipeline wieder.
Neben SpaceX werden auch andere Megadeals genannt, wie ein möglicher Börsengang von KI-Unternehmen wie OpenAI und Anthropic sowie große private Namen wie Databricks und Canva. Allein diese Deals könnten mehr Kapital einwerben als alle US-amerikanischen IPOs des vergangenen Jahres zusammen.
Dennoch bleibt das Timing heikel. Die Märkte sind nervös aufgrund von Handelskonflikten und der unvorhersehbaren Politik von Präsident Trump. Frühere Zollandrohungen führten letztes Jahr noch zur Verschiebung großer Tech-IPO’s.
Was sagt das über das Risikosentiment aus?
Ein erfolgreicher Börsengang von SpaceX wäre ein starkes Signal, dass Investoren wieder bereit sind, enorme Summen in Wachstum, Technologie und Zukunftsvisionen zu investieren. Das ist wichtig, denn solche Megadeals ziehen Liquidität an die Aktienmärkte und stärken in der Regel das breitere Risikobereitschafts-Sentiment.
Historisch gesehen profitieren auch andere risikobehaftete Anlagen wie Bitcoin von solchen Umgebungen. Wenn Investoren Vertrauen in langfristiges Wachstum haben und bereit sind, Milliarden in visionäre Projekte zu stecken, steigt auch das Interesse an alternativen Anlageklassen.
Hinzu kommt, dass SpaceX tatsächlich Bitcoin hält und mit einem Börsengang ein weiteres Bitcoin-Unternehmen in die Liste aufgenommen werden könnte.
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