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Für Bitcoin (BTC) und Gold dreht sich diese Woche alles um eine Zahl – die US-Inflation im Mai. Am Mittwoch veröffentlichen die USA den neuesten Verbraucherpreisindex (CPI), der darüber entscheiden könnte, ob der jüngste Verkaufsdruck nachlässt oder sich verstärkt.

Beide Assets stehen seit Wochen unter Druck. Bitcoin fiel seit dem Höchststand im Mai um etwa 20.000 Dollar und notiert bei rund 63.000 Dollar. Gold fiel auf etwa 4.330 Dollar, den tiefsten Stand seit elf Wochen.

Goud en Bitcoin onder druk de laatste weken.
Gold und Bitcoin stehen in den letzten Wochen unter Druck. Quelle: TradingView

Von Zinssenkungen zu Zinserhöhungen

Zu Beginn des Jahres rechneten Anleger noch mit Zinssenkungen. Mittlerweile hat sich das Blatt gewendet. Nach dem starken US-Arbeitsmarktbericht für Mai preist der Markt eine Wahrscheinlichkeit von etwa 70 Prozent ein, dass die Fed im Dezember die Zinsen erhöht.

Der Arbeitsmarktbericht fiel wesentlich stärker aus als erwartet. Die US-Wirtschaft schuf 172.000 Arbeitsplätze, gegenüber einer Erwartung von 85.000. Damit hat die US-Notenbank theoretisch mehr Spielraum, um rigide zu bleiben. Solange der Arbeitsmarkt stark ist, braucht die Notenbank weniger Angst zu haben, dass höhere Zinsen die Wirtschaft sofort abwürgen.

Warum höhere Zinsen schmerzen

Bitcoin und Gold zahlen keine Zinsen. Das macht sie anfällig, sobald die Renditen von Anleihen steigen und US-Staatsanleihen attraktiver werden. Bei Gold ist dieser Mechanismus klassisch. Wenn Anleger mehr Rendite auf sichere Staatsanleihen erzielen können, wird es teurer, Gold zu halten.

Bei Bitcoin funktioniert es etwas anders, doch das Ergebnis ist ähnlich. Bitcoin profitiert in der Regel von größerer Liquidität, niedrigeren Zinsen und höherer Risikobereitschaft. Wenn der Markt jedoch höhere Zinsen einpreist, verschwindet dieser Rückhalt.

Heiße CPI-Zahl kann Verkaufsdruck erhöhen

Die Fed strebt offiziell eine Inflation von 2 Prozent an. Die derzeitige Inflation liegt weiterhin deutlich darüber. Sollte die Inflationszahl am Mittwoch höher ausfallen als erwartet, könnte der Markt die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung weiter anheben. Diese Wahrscheinlichkeit könnte dann in Richtung oder sogar über 80 Prozent steigen.

Dies würde erneut Druck auf Bitcoin und Gold ausüben.

Doch das Risiko wirkt in beide Richtungen. Eine niedrigere als erwartete Inflationszahl würde erheblich Druck vom Markt nehmen.

Für Gold wäre das wichtig, da große Banken ihre positiven Kursziele vor allem auf der Annahme basieren, dass die Inflation letztendlich nachlässt und die strukturelle Nachfrage nach Gold stark bleibt. Für Bitcoin ist der Effekt noch direkter. Der Rückgang seit Mai war größtenteils darauf zurückzuführen, dass die Hoffnung auf eine lockerere Geldpolitik verschwand. Ein moderateres Inflationszahl könnte diese Hoffnung teilweise zurückbringen.

Der Mittwoch verspricht also ein entscheidender Tag für Gold und den Bitcoin Kurs zu werden.

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