Caroline Ellison, ehemalige CEO des Hedgefonds Alameda Research und ehemalige Geschäftspartnerin des Krypto-Magnaten Sam Bankman-Fried, wird bald erwartet, für die Regierung im Prozess gegen Bankman-Fried auszusagen. Ihre Aussage folgt der von Gary Wang, einem ehemaligen Top-Mitarbeiter bei FTX. Wang hat aufgedeckt, dass Alameda Research seit 2019 unbefugt Kundengelder verwendet hat.
Zeugenaussagen enthüllen entscheidende Details
Nach der Anhörung am Freitag gab das Justizministerium bekannt, dass Gary Wang, Mitbegründer und ehemaliger CTO von FTX, seine Aussage am Dienstag fortsetzen wird. Ihm wird Caroline Ellison, die ehemalige CEO von Alameda Research, folgen. Aufgrund des Columbus-Tages findet am Montag keine Anhörung statt, und die Fortsetzung des Prozesses ist für Dienstag um 15:30 Uhr geplant.
Wang und Ellison haben beide im Dezember letzten Jahres Schuld im Betrugsanklagen eingestanden.
In der letzten Anhörung wurde das Verhältnis zwischen FTX und Alameda Research diskutiert. Wang sagte aus, dass Alameda bei FTX „spezielle Privilegien“ genoss. Dadurch konnte der Hedgefonds bis zu $8 Milliarden von FTX-Kundengeldern einsetzen. Diese Privilegien ermöglichten es Alameda, ein negatives Guthaben bei FTX zu haben, ein Privileg, das kein anderer Kunde hatte. Wang, ein Schlüsselzeuge in diesem Fall, sagte aus, dass Bankman-Fried speziell darum gebeten hatte, diese Funktion zu programmieren und betonte, dass die Alameda-Konten nie bei FTX liquidiert werden sollten.
Trotz Alamedas hohen Schulden bei FTX – zu einem Zeitpunkt etwa $11 Milliarden – verzeichnete die Handelsplattform nur Einnahmen von rund $1,5 Milliarden. Die ursprünglich gewährten „speziellen Privilegien“ sollten auf diesen Einnahmen basieren, wurden aber überschritten.
Während der Anhörung wurde auch über das „Backstop-Fund“ von FTX gesprochen. Wang sagte aus, dass der auf der Webseite angegebene Betrag nicht den tatsächlichen Zahlen entspricht. Es wurde auch aufgedeckt, dass Alamedas Kreditlinie bei FTX mehrmals auf Antrag von Bankman-Fried erhöht wurde, letztlich auf astronomische $65 Milliarden.
Darüber hinaus wurde ein Sub-Konto von Alameda diskutiert, das mit einem „koreanischen Freund“ von Bankman-Fried verknüpft war und ein negatives Guthaben von $8 Milliarden zeigte. Dieser Betrag wurde absichtlich aus der Hauptbuchhaltung herausgehalten.
Im Gerichtssaal
Am Freitag erschienen die Eltern von Sam Bankman-Fried erneut im Gerichtssaal. Seine Mutter, im schwarzen Anzug, saß entschlossen auf der rechten Seite des Saals. Sie hörte aufmerksam dem Staatsanwalt zu, doch ihr Blick wanderte regelmäßig von ihrem Sohn zum Zeugen und dann zu ihrem Schoß, wo sie Notizen machte. Neben ihr saß der Vater im grauen Anzug, der während der gesamten Anhörung ruhig blieb.
Während der Gerichtsverhandlung am Freitag herrschte eine ruhige Atmosphäre unter den Geschworenen. Die zwölf ständigen Geschworenen und ihre sechs Ersatzleute waren aufmerksam; einige machten Notizen, während der Staatsanwalt sprach, andere nickten gelegentlich zustimmend. Ein Geschworener zeigte sich überrascht, als zwischen dem Staatsanwalt und dem Zeugen Wang spezialisierte Krypto-Begriffe ausgetauscht wurden.
Zu Beginn der Anhörung wies Verteidiger Mark Cohen darauf hin, dass ein Geschworener zuvor mit einem von Bankman-Frieds Anwälten im Aufzug gefahren war. Daraufhin betonte der Richter gegenüber den Geschworenen, dass sie sich nicht beleidigt fühlen sollten, wenn sie Zeugen oder Anwälte außerhalb des Gerichtssaals grüßen und ignoriert werden.
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