Die deutsche Bankenbranche bereitet sich auf einen großen Schritt in Richtung Krypto vor. Die DZ Bank hat die offizielle Genehmigung erhalten, ihr neues Krypto-Plattform ‘meinKrypto’ zu starten. Dadurch können auch hunderte lokale Banken in Deutschland einfach regulierte Kryptodienste anbieten.
DZ Bank führt reguliertes Krypto-Plattform ‘meinKrypto’ ein
Die DZ Bank hat Ende Dezember von der deutschen Finanzaufsichtsbehörde BaFin eine Lizenz im Rahmen der europäischen MiCAR-Verordnung erhalten, wie die Bank in einer offiziellen Pressemitteilung bekanntgab. Die DZ Bank ist die zweitgrößte Bank Deutschlands und fungiert als Zentralinstitut für rund 700 Genossenschaftsbanken im Land.
Was ist MiCAR?
MiCAR steht für Markets in Crypto-Assets Regulation. Diese neue EU-Gesetzgebung schafft einen einheitlichen Regelrahmen für alle Kryptounternehmen in Europa. Anbieter erhalten dadurch mehr Klarheit, während Anleger von einem strengeren Schutz profitieren.
Dank der Lizenz kann die DZ Bank über ‘meinKrypto’ regulierte Kryptodienste für Privatkunden der angeschlossenen Volksbanken und Raiffeisenbanken anbieten. Das Plattform wird in Zusammenarbeit mit dem IT-Dienstleister Atruvia entwickelt und in die VR Banking App, die offizielle mobile App dieser Banken, integriert. Kunden können damit künftig eigenständig in Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH) und Cardano (ADA) investieren.
Um Zugang zu erhalten, müssen die einzelnen Banken innerhalb des Netzwerks jedoch zunächst eine eigene MiCAR-Meldung bei der BaFin einreichen. Erst danach können sie die Plattform aktivieren.
Kryptodienste für hunderte deutsche Banken
Mit ‘meinKrypto’ macht die DZ Bank einen bemerkenswerten Schritt in Richtung Krypto-Integration im traditionellen Bankwesen. Der Dienst könnte potenziell bei mehr als 670 angeschlossenen Banken eingeführt werden. Jede Bank entscheidet jedoch selbst, ob und wann sie das Angebot umsetzt.
Die Verwahrung der Kryptowährungen wird von der Boerse Stuttgart Digital, dem digitalen Arm der Stuttgarter Börse, übernommen. Die Transaktionen werden über die EUWAX AG, eine Tochtergesellschaft derselben Börse, die auf Handelsinfrastruktur spezialisiert ist, abgewickelt.
Auch US-Banken wenden sich dem Krypto zu
Nicht nur in Deutschland, auch in den USA bewegen sich Banken in Richtung Krypto. So führte JPMorgan im November die JPM Coin ein, ein sogenannter Depositotoken: eine digitale Version von Bankguthaben, mit der 24/7 schnelle und effiziente Zahlungen über Blockchain-Technologie abgewickelt werden können.
Die Bank of America sagte voraus im Dezember, dass Blockchain auf lange Sicht unverzichtbar für das traditionelle Finanzsystem wird. Die Bank erwartet, dass die Tokenisierung und neue Regulierungen in den USA zu einem beschleunigten Wechsel zur digitalen Infrastruktur führen werden.
Senat nimmt Donald Trump wegen Krypto-Millionen aus den VAE ins Visier
Demokratische Senatoren verlangen eine Untersuchung einer VAE-Investition in World Liberty Financial und möglicher Einflussnahme auf die US-Politik.
Binance erhält vor dem 1. Juli keine MiCA-Lizenz – was das bedeutet
Binance verfügt am 1. Juli nicht über eine MiCA-Lizenz und muss seine Aktivitäten in Europa einschränken. Nutzer sollten sich frühzeitig darauf einstellen.
Clarity Act unter Druck: Entscheidende Wochen für US-Kryptogesetz
Der US-Senat arbeitet weiter an der Clarity Act, aber Zeitdruck und Uneinigkeit führen zu Verzögerungen.
Meist gelesen
Kann der XRP-Kurs auf 10.000 Dollar steigen? Das sagt ein Analyst
Wird der Wert von XRP durch Spekulation oder echten Einsatz bestimmt? Analyst Eri erklärt, wie kollektives Vertrauen den Kurs beeinflusst.
Machine-Learning-Algorithmus sagt XRP-Kurs für den 1. Juli 2026 voraus
KI-Modelle prognostizieren weitere Schwäche für XRP. Große Abverkäufe durch Wale und sinkende Aktivität belasten den Kurs erheblich.
Analyst sieht bedeutendes Signal für XRP: ‚Ein Gigapump steht bevor‘
Ein Analyst prognostiziert einen bedeutenden Kursanstieg für XRP und verweist auf eine wichtige Unterstützungsmarke. Es handelt sich jedoch um eine spekulative Einschätzung.
