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Der Krieg im Iran treibt erneut die Energiepreise in Europa in die Höhe. Das weckt schmerzhafte Erinnerungen an 2022, als der russische Einmarsch in die Ukraine zu einem historischen Inflationsschock führte. Dennoch glauben Analysten, dass die Situation diesmal weniger gravierend sein könnte, obwohl das Risiko hoch bleibt, solange der Konflikt andauert.
Wenn sich dieses Risiko manifestiert, könnte das dramatische Folgen für den Bitcoin Kurs haben.
Seit Ausbruch des Konflikts sind die Öl- und Gaspreise erneut stark gestiegen. Gleichzeitig zeigt sich, dass Europa weniger verwundbar ist als noch vor vier Jahren.
Wichtige Unterschiede zu 2022 sind:
Ökonomen zufolge könnte eine vorübergehende Störung der Energieversorgung die Inflation in der Eurozone von etwa 1,9 Prozent auf rund 2,5 Prozent steigen lassen. Das würde Zinssenkungen verzögern, aber nicht vollständig ausschließen.
Die Lage könnte sich schnell verschlechtern, wenn die Störungen anhalten. Mögliche Szenarien sind:
In einem solchen Szenario könnte die Inflation erneut auf 3 Prozent oder mehr steigen. Das würde Zentralbanken zwingen, vorsichtig mit Zinssenkungen umzugehen oder sogar verschärfende Maßnahmen in Betracht zu ziehen.
Ein neuer Inflationsschock wie 2022 könnte auch erhebliche Auswirkungen auf Bitcoin und den Kryptomarkt insgesamt haben.
Verschiedene Faktoren spielen dabei eine Rolle:
Steigende Inflation hindert Zentralbanken daran, die Wirtschaft mit niedrigeren Zinsen oder zusätzlicher Liquidität zu stützen. Das führt zu weniger Vertrauen in die Wirtschaft und wahrscheinlich zu einem geringeren Risikoappetit unter Investoren. Das ist üblicherweise eine ungünstige Kombination für Bitcoin.
In Inflationszeiten suchen Investoren oft Sicherheit in Dollar und Staatsanleihen. Dadurch verschärfen sich die finanziellen Bedingungen, was risikobehaftete Anlagen wie Bitcoin unter Druck setzt.
Höhere Energiepreise belasten das Wirtschaftswachstum und die Unternehmensgewinne. Sinken die Aktienmärkte, zieht sich Kapital oft auch aus spekulativeren Märkten wie Krypto zurück.
Stagflation, eine Kombination aus hoher Inflation und niedrigem Wachstum, führt historisch gesehen zu schwachen Ergebnissen bei fast allen risikobehafteten Anlagen. Das dürfte auch Bitcoin treffen.
Obwohl Europa besser vorbereitet scheint als 2022, bleibt der Energiemarkt extrem anfällig für geopolitische Entwicklungen. Eine langanhaltende Störung könnte die Inflation erneut anfachen und die Zentralbanken in eine Zwickmühle bringen.
Für Bitcoin wäre ein solches Szenario besonders ungünstig. Ohne monetäre Unterstützung und mit sinkender Risikobereitschaft an den Finanzmärkten wird es für die digitale Währung schwierig, einen Aufwärtstrend zu halten.
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