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US-Futures notieren am Montag schwächer, nachdem es am Wochenende im Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und Iran erneut zu Angriffen gekommen ist. Anleger fürchten eine Eskalation rund um die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Energierouten der Welt.

Die Dow-Futures gaben um 0,36 Prozent nach, während die Futures auf den S&P 500 0,49 Prozent verloren. Die Nasdaq-100-Futures lagen sogar 1,14 Prozent im Minus. Damit ist die geopolitische Unruhe rasch an die Märkte zurückgekehrt, nachdem diese noch vergleichsweise ruhig ins Wochenende gegangen waren.

Ölpreis zieht kräftig an

Die unmittelbare Reaktion zeigte sich am Ölmarkt. Brent verteuerte sich um mehr als 4 Prozent und näherte sich der Marke von 79 Dollar je Barrel. Auch WTI legte deutlich zu.

Olieprijs loopt opnieuw stevig op.
Ölpreis zieht erneut deutlich an. Quelle: TradingView

Iran erklärte die Straße von Hormus für geschlossen, nachdem das Land US-Ziele in mehreren Golfstaaten angegriffen hatte. Präsident Trump widersprach dem und erklärte, der Seeweg bleibe für die Handelsschifffahrt geöffnet.

Anleger gehen dennoch kein Risiko ein. Die Straße von Hormus ist für die weltweite Energieversorgung von zentraler Bedeutung. Wird die Durchfahrt tatsächlich erheblich gestört, könnten höhere Ölpreise, zusätzlicher Inflationsdruck und neue Probleme für die Notenbanken die Folge sein.

Südkorea gerät massiv unter Druck

Vor allem die asiatischen Märkte reagierten heftig. Der südkoreanische Kospi brach um mehr als 8 Prozent ein und fiel auf den niedrigsten Stand seit Anfang Mai. Das ist bemerkenswert, weil Südkorea in den vergangenen Monaten stark vom KI- und Chip-Boom profitiert hatte.

Zuid-Koreaanse Kospi duikt met ruim 8 procent omlaag op maandag.
Südkoreas Kospi bricht am Montag um mehr als 8 Prozent ein. Quelle: TradingView

Auch japanische Aktien standen unter Druck. Der Nikkei verlor 1,57 Prozent, der breiter gefasste Topix gab um 0,52 Prozent nach. Der starke Rückgang in Südkorea zeigt, wie anfällig der Markt bleibt, wenn geopolitischer Stress auf hohe Bewertungen bei Technologie- und Chipwerten trifft.

CPI, Warsh und Bankzahlen

Dennoch dreht sich in dieser Woche nicht alles um Iran. Anleger blicken auch auf die US-Inflationsdaten am Dienstag, mögliche Aussagen von Fed-Chef Kevin Warsh und den Auftakt der Berichtssaison. Große US-Banken wie JPMorgan Chase, Goldman Sachs, Morgan Stanley, Bank of America, Citigroup und Wells Fargo legen in dieser Woche Quartalszahlen vor.

Die Erwartungen sind hoch. Analysten rechnen im Schnitt mit einem Gewinnwachstum von mehr als 23 Prozent für die Unternehmen im S&P 500. Damit bleibt dem Markt nur wenig Spielraum für Enttäuschungen.

KI bleibt wichtige Stütze

Ein zentrales Thema wird erneut künstliche Intelligenz sein. Anleger wollen wissen, ob Unternehmen ihre Investitionen in Rechenzentren, Chips und KI-Infrastruktur weiter ausbauen.

Einige Analysten sehen weiterhin klare Hinweise darauf, dass die Einführung von KI den Unternehmen hilft. Große Technologiekonzerne könnten ihre Investitionspläne daher eher bestätigen als zurückfahren. Für den Gesamtmarkt ist das entscheidend.

Ohne Gewinnwachstum durch KI wird es schwieriger, hohe Bewertungen zu rechtfertigen. In dieser Hinsicht steht mit der Quartalsberichtssaison eine besonders wichtige Phase bevor.

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