Donald Trump sorgt weiter für Unsicherheit mit seinem Handelskrieg. Nach Zöllen auf Importe aus Kanada, Mexiko und China ist nun auch die Europäische Union an der Reihe. Obwohl diese Politik allen schadet – auch den USA – weiß Trump, dass seine Wirtschaft in einer besseren Verfassung ist.
Warum tut Trump das?
Die europäische und die chinesische Wirtschaft entwickeln sich schon seit längerer Zeit schlechter als die US-Wirtschaft. Trump erkennt das und weiß, dass seine Wirtschaft den Handelskrieg theoretisch etwas länger durchhalten kann als die seiner Gegner.
Deshalb ist er, wie sich jetzt zeigt, nicht davor zurückgeschreckt, kurzfristige Schmerzen in Kauf zu nehmen, um in Verhandlungen seine Ziele durchzusetzen. Im Grunde setzt Trump darauf, dass die europäische oder chinesische Wirtschaft früher nachgibt als die amerikanische.

Die oben gezeigte Grafik von Variant Perception veranschaulicht diese Entwicklung gut. Während die führenden Indikatoren für China und Europa unter der Nullmarke liegen, zeigt sich in den USA (noch) ein anderes Bild.
In Europa und China läuft es ohnehin nicht besonders gut – und dieser Handelskrieg könnte den Druck noch weiter erhöhen.
Die USA haben seit 25 Jahren ein Handelsdefizit
Die Vereinigten Staaten haben seit 25 Jahren ein Handelsdefizit, was bedeutet, dass sie mehr importieren als exportieren. Man könnte also sagen, dass der amerikanische Konsum eine entscheidende Rolle für die europäische und chinesische Wirtschaft spielt.
Wenn die USA durch höhere Zölle nicht mehr die benötigten Importe aus diesen Regionen beziehen können, suchen sie sich einfach andere Lieferanten. Das scheint jedenfalls einfacher zu sein, als wenn Europa plötzlich neue Abnehmer finden müsste – woher sollen die so schnell kommen?

Zudem ist die US-Wirtschaft im Vergleich zu anderen Volkswirtschaften stärker auf den Binnenmarkt ausgerichtet. Theoretisch sollte daher jeder Rückgang des Handels die Vereinigten Staaten weniger stark belasten als andere Länder.
Das sind die Karten, mit denen Donald Trump glaubt, diesen Handelskrieg gewinnen zu können.
Kurzfristig bleibt die Situation jedoch schlecht für den Bitcoin-Kurs, denn die Finanzmärkte haben angesichts dieser Unsicherheit andere Prioritäten als riskante Investitionen. Anleger müssen sich gegen die unklaren Entwicklungen absichern und mögliche Folgen einkalkulieren.
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