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Die Finanzmärkte reagieren heftig auf die eskalierenden Spannungen zwischen den USA und Europa wegen Grönland. Der US-Dollar fiel, europäische Aktien gerieten unter Druck und es wird offen über einen neuen Handelskrieg gesprochen.
Der Dollar ist den zweiten Tag in Folge gesunken, nachdem Präsident Donald Trump seine Pläne bestätigte, Grönland in amerikanisches Hoheitsgebiet aufzunehmen. Gleichzeitig deutete er höhere Importzölle für europäische Länder wie Deutschland, Frankreich und die Niederlande an, es sei denn, sie stimmen der Übertragung der dänischen Insel zu.

Auf den Finanzmärkten führte dies zu Nervosität. Der Euro stieg auf 1,173 Dollar, während die S&P 500-Futures um 1,4 Prozent fielen. Der Goldpreis kletterte um 2 Prozent und erreichte ein neues Hoch von über 4.700 Dollar pro Unze.
Die Europäische Kommission reagierte scharf. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärte, dass Europa „unerschütterlich und geschlossen“ auf den amerikanischen Druck reagieren werde. Auch Frankreich meldete sich zu Wort. Präsident Emmanuel Macron schlug vor, einen Not-G7-Gipfel in Davos mit unter anderem der Ukraine, Syrien und Russland als Eingeladene abzuhalten.
Die dänische Premierministerin Mette Frederiksen bezeichnet die Situation als „eine Prüfung für unsere Demokratie und Souveränität“ und entsandte zusätzliche Truppen nach Grönland. Die USA schließt derweil weder zusätzliche Sanktionen noch eine verstärkte militärische Präsenz auf der Insel aus.
Laut ING Research deuten die neuen Drohungen auf eine Strategie des „maximalen Drucks“ durch Washington hin, ähnlich wie bei früheren Handelskonflikten. Analysten befürchten, dass Europa diesmal nicht nachgibt, sondern mit einem Gegenpaket von Importzöllen im Wert von 93 Milliarden Euro reagiert.
Die Unsicherheit über diese Krise könnte laut ING den US-Dollar mittelfristig weiter schwächen. Dennoch sei es laut Währungsstrategen noch zu früh, um von einer strukturellen „Sell America“-Bewegung zu sprechen.
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